Passagier-Warnung: Attentäter im Zug? Polizei muss ausrücken

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Passagier-WarnungAttentäter im Zug? Polizei muss ausrücken

In einem Zug von Basel nach Zürich wurde ein Terrorverdächtiger kurzzeitig festgenommen. Die Polizei bestätigt den Einsatz in Frick.

von
nzy
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Zwei Tage nach dem Anschlag in Strassburg ist der mutmassliche Angreifer Chérif Chekatt getötet worden.

Zwei Tage nach dem Anschlag in Strassburg ist der mutmassliche Angreifer Chérif Chekatt getötet worden.

AP
Ein Blick auf ein Einschussloch in der Tür des Gebäudes im Stadtteil Neudorf, vor dem Chekatt erschossen wurde.

Ein Blick auf ein Einschussloch in der Tür des Gebäudes im Stadtteil Neudorf, vor dem Chekatt erschossen wurde.

epa/Ronald Wittek
Der 29-Jährige wurde am Donnerstagabend im Viertel Neudorf südöstlich des Stadtzentrums der elsässischen Metropole von Polizisten erschossen.

Der 29-Jährige wurde am Donnerstagabend im Viertel Neudorf südöstlich des Stadtzentrums der elsässischen Metropole von Polizisten erschossen.

AP/Christophe ena

Am Donnerstagmorgen wurde in einem Zug von Basel nach Zürich bei der Haltestelle Frick ein Terrorverdächtiger festgehalten, wie die Kantonspolizei Aargau auf Anfrage bestätigt. Ein Zugpassagier hatte den verdächtigen jungen Mann gemeldet, der allenfalls der Täter von Strassburg sein könnte.

Eine Leser-Reporterin, die im Zug auf dem Weg nach Zürich sass, gibt an: «Andere Passagiere stiegen in Frick ein. Einer meinte: ‹Ist etwas im Zug passiert? Es tut sich etwas, die Polizei ist da. Ich glaube, jemand wurde aus dem Zug geholt›. Wir warteten ab. Als der Zug losfuhr, konnte ich noch kurz sehen, wie ein junger Mann von Polizisten umringt war. Er hatte einen etwas arabischen Touch und einen Rucksack dabei.» Kurz danach sei die Durchsage gekommen, dass der Zug wegen des Polizeieinsatzes drei Minuten Verspätung hatte.

Höchste Terrorwarnstufe

Wie sich später herausstellte, war der Mann unschuldig und kurz darauf von der Polizei wieder freigelassen worden. «Für den Passagier war das sicherlich sehr unangenehm», sagt Sprecher Bernhard Graser.

Nach der Attacke auf den Strassburger Weihnachtsmarkt hat die französische Regierung die höchste Terrorwarnstufe für das Land ausgerufen. An den Grenzen und auf allen französischen Weihnachtsmärkten würden die Sicherheitskontrollen verschärft, um Nachahmungstaten zu verhindern.

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