Aktualisiert 10.03.2005 17:58

Attentäter sprengt sich in Moschee in die Luft

Bei einem Selbstmordanschlag in einer Moschee in der irakischen Stadt Mossul sind mindestens 36 Menschen getötet worden.

Wie der Krankenhausarzt Saher Maher mitteilte, wurden darüber hinaus etwa 25 Verletzte eingeliefert. Der Attentäter zündete die Bombe während einer schiitischen Trauerzeremonie. «Wir sahen einen Feuerball und hörten eine riesige Explosion», sagte der 45-jährige Tahir Abdullah Sultan. US-Soldaten riegelten das Gebiet um die Moschee im Stadtteil Tamim ab.

Zuvor wurden bei Mordanschlägen auf ranghohe irakische Polizisten in Bagdad vier Menschen getötet. Nach Polizeiangaben eröffneten Unbekannte im Stadtzentrum aus zwei Autos heraus das Feuer auf den Wagen von Oberst Ahmed Abeis. Abeis, Chef einer Polizeiwache im Westen Bagdads, sowie sein Fahrer und ein Leibwächter kamen ums Leben. Im Südosten von Bagdad erschossen Unbekannte einen weiteren Polizeichef, Oberst Ajad Abdul-Rasak.

Irakische Sicherheitskräfte sind häufig Zielscheibe von Anschlägen. Im Internet wurde eine Erklärung veröffentlicht, die angeblich von einer irakischen Zelle des Terrornetzwerks Al Kaida stammt. Sie bezog sich offenbar auf den Mord an Abeis. Die Zelle bezeichnete sich als Urheber eines in dem betreffenden Stadtteil verübten Anschlags auf «einen Geheimdienstler, der gegen die Mudschahedin ermittelt und ihnen geschadet hat». Die Erklärung konnte zunächst nicht verifiziert werden.

In der nordirakischen Stadt Kirkuk erschossen Unbekannte nach Polizeiangaben einen Buchhalter des kurdischen Fernsehsenders KurdSat. Der Sender gehört der Partei Patriotische Union Kurdistans.

(dapd)

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