Aktualisiert 25.03.2016 13:48

Terroranschlag in BrüsselAttentäter waren «nett» und «freundlich»

Personen aus dem Umfeld der Brüsseler Attentäter haben sich zu Wort gemeldet. Sie können die Tat noch immer nicht begreifen.

von
woz

Mourad Laachraoui ist «betroffen» und «niedergeschlagen». Sein Bruder ist bei den Anschlägen in Brüssel gestorben, nicht etwa als Opfer: Najim Laachraoui ist einer der Selbstmordattentäter vom Flughafen. Mourad hat seinen Bruder als «netten» und «cleveren» Jungen in Erinnerung. Najim habe Elektromechanik studiert, gelesen und Fussball gespielt, sagt der Bruder an einer Medienkonferenz in Brüssel. Als Mourad Najim das letzte Mal traf, sah er «normal» aus.

Das war im Februar 2013 – kurz bevor Najim nach Syrien ausreiste. Die Familie war alarmiert und informierte die Polizei. Doch offenbar hat die Polizei nichts unternommen. Erst nach den Terroranschlägen in Paris habe es eine Hausdurchsuchung gegeben.

«Für mich sind das Psychopathen»

Auch die beiden weiteren Selbstmordattentäter von Brüssel – die Brüder Khaled und Ibrahim Elbakraoui – waren offenbar stets freundlich. «Ich habe sogar mit ihnen Kaffee getrunken», sagt A.R. zum «Blick». Der Mann hatte den beiden Terroristen ein Appartement vermietet. Er wusste nicht, mit wem er es zu tun hatte. Die beiden hatten eine «falsche Identität» angenommen.

Später kam A. R. das Verhalten der Brüder schon «verdächtig» vor, wie es im Artikel weiter heisst. «In der Wohnung roch es nach Chemikalien.» Und: Seltsame Gegenstände seien herumgelegen. Jetzt hat sich sein Verdacht bestätigt, A. R. kann es noch nicht begreifen. «Für mich sind das Psychopathen», sagt er wütend.

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