Attentäter wollten Regierung übernehmen
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Attentäter wollten Regierung übernehmen

Die serbische Staatsanwaltschaft hat am Dienstag mutmassliche Kriminelle und Mitglieder einer ehemaligen Eliteeinheit der Polizei für den Mord an Ministerpräsident Zoran Djindjic verantwortlich gemacht.

Die Angeklagten hätten das politische System stürzen wollen, um zu Reichtum und Macht zu gelangen und schliesslich die Regierung zu übernehmen, las ein Staatsanwalt aus der Anklageschrift vor. Djindjic wurde vor neun Monaten, am 12. März, vor seinem Regierungsgebäude in Belgrad von einem Scharfschützen erschossen.

21 der Beschuldigten aus den Kreisen der Unterwelt und Elitepolizei waren im Gerichtssaal anwesend. Gegen 15 weitere, darunter den mutmasslichen Drahtzieher und Unterweltboss Milorad Lukovic, wird in Abwesenheit verhandelt. Der Prozess hatte am Montag begonnen. Den Angeklagten werden Verschwörung gegen den Staat, Terrorismus, Mord und ein Reihe weiterer Straftaten vorgeworfen. Jedem drohen bei einer Verurteilung bis zu 40 Jahre Gefängnis.

Nach Behördenangaben war die Ermordung Djindics Teil eines Plans, die demokratische Regierung Serbiens zu stürzen und Anhänger des früheren Präsidenten Slobodan Milosevic wieder an die Macht zu bringen. (dapd)

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