Irak: Attentäter zündet Autobombe - 17 Tote
Aktualisiert

IrakAttentäter zündet Autobombe - 17 Tote

Bei einem Selbstmordanschlag vor einem Regierungsgebäude der irakischen Stadt Ramadi sind mindestens 17 Menschen getötet worden. 23 weitere Menschen wurden verletzt.

Hier in Ramadi starben 17 Zivilisten bei der Explosion einer Autobombe.

Hier in Ramadi starben 17 Zivilisten bei der Explosion einer Autobombe.

Der Attentäter zündete am Sonntag in der Hauptstadt der Provinz Anbar, etwa 115 Kilometer westlich von Bagdad, eine Autobombe. Unter den Toten waren gemäss Behördenangaben sechs Polizisten, zudem Frauen und ältere Menschen, die sich bei der Behörde ihre Sozialhilfeunterstützung abholen wollten.

Die Behörden machten umgehend die Al-Kaida für den Anschlag verantwortlich. Anbar ist eine ehemalige Hochburg von Al-Kaida- Kämpfern und sunnitischen Aufständischen.

Ein Verkehrsstau habe den Selbstmordattentäter daran gehindert bis an die Tore des Geländes heranzufahren. Zeugen sagten aus, die Bombe sei etwa 200 Meter von dem Gebäude entfernt explodiert und habe einen mehrere Meter tiefen Krater hinterlassen.

Noch eine Bombe gefunden

Die Polizei fand auf einem angrenzenden Parkplatz eine weitere Bombe, die in sicherer Entfernung zur Explosion gebracht wurde. Der Gebäudekomplex beherbergt auch das Polizeihauptquartier und das Büro des Gouverneurs.

Der Vorsitzende des Provinzrats, Dschasim Mohammed al-Halbusi, sprach von acht Toten und zwölf Verletzten, rechnete aber mit einer steigenden Zahl von Todesopfern, da viele der Verletzten noch in Lebensgefahr schwebten.

Bei einem weiteren Selbstmordanschlag in der östlichen Provinz Didschala wurde ein schiitischer Pilger und sein Sohn getötet. Sie waren nach Polizeiangaben auf dem Weg zu einer religiösen Parade anlässlich des Aschura-Festes. Bei einer nachfolgenden Explosion wurden sieben Polizeibeamte und ein Regierungsmitglied verletzt (sda)

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