40. Jahrestag: Attentat auf El-Al-Flugzeug in Zürich

Aktualisiert

40. JahrestagAttentat auf El-Al-Flugzeug in Zürich

Vor 40 Jahren beschossen palästinensische Terroristen eine Boeing 720 der israelischen Fluggesellschaft El Al auf dem Flughafen Kloten bei Zürich.

Die vier Terroristen der «Volksfront für die Befreiung Palästinas» (PFLP) griffen in der Nacht des 18. Februar 1969 eine Boeing 720 der israelischen Fluggesellschaft El Al an. Die startende Maschine wurde auf dem Rollfeld des Flughafens Kloten mit Maschinenpistolen beschossen. Der Co-Pilot kam dabei ums Leben. Ein Attentäter wurde von einem israelischen Sicherheitsmann noch auf dem Rollfeld erschossen.

In 90 Sekunden Flugzeug zerstören

Mitte Januar 1969 wurden die vier Terroristen von der PFLP in ein Ausbildungscamp im Westjordanland einberufen, ausgebildet und auf die bevorstehende Aktion bis ins Detail vorbereitet. Neben Unmengen an Sprengstoff und Waffen, mehreren Kopien eines Flugblattes an die Adresse der Schweizer Bevölkerung, mit dem die Attentäter an «die Töchter und Söhne des Freiheitskämpfers Wilhelm Tell» appellierten, sich «für die Sache des palästinensischen Volkes einzusetzen», trugen sie einen Einsatzbefehl mit sich. In diesem wurde ihnen aufgetragen, das Flugzeug innert 90 Sekunden zu zerstören, ohne aber das Leben von Zivilisten zu gefährden.

Co-Pilot erschossen

Am 18. Februar 1969, einem Dienstagnachmittag, kam es schliesslich zum Attentat. Als um 17.35 Uhr die El-Al-Maschine mit 12 Besatzungsmitgliedern und 17 Passagieren an Bord auf dem Rollfeld 1 des Flughafens Zürich-Kloten erschien, verliessen zwei von den insgesamt vier Terroristen mit je einer Maschinenpistole bewaffnet ein Mietfahrzeug und eröffneten das Feuer. Der Co-Pilot wurde durch zwei Schüsse getroffen und erlag sechs Tage später seinen Verletzungen. Einer der anderen zwei Attentäter warf zwei Petarden sowie eine Handgranate vor das Flugzeug, das zum Stehen kam.

Ein Sicherheitsbeamter des israelischen Verteidigungsministeriums war auch an Bord der Boeing 720. Als er die Schüsse hörte, ging er ins Cockpit, verliess anschliessend die Maschine und rannte zu den Attentätern. Im Anschluss an eine kurze Auseinandersetzung mit einem der Attentäter gab er drei Schüsse ab, die diesen niederstreckten. Die übrigen drei Attentäter wurden verhaftet und in Winterthur vor Geschworenengericht gestellt und verurteilt. Auch der Sicherheitsbeamte musste sich vor Gericht verantworten.

Zur Freipressung der Gefangenen Swissair-Maschine entführt

Am Nachmittag des 6. Septembers 1970 trafen beim Bundesrat die ersten Nachrichten von der Entführung einer Swissair-Maschine ein. Die Entführung ging glimpflich aus. Allerdings mit dem Preis, dass die drei Attentäter freigelassen werden mussten.

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