Aktualisiert 19.10.2004 07:44

Attentat auf Scharon befürchtet

Wegen des bitteren innenpolitischen Streits um Israels geplanten Rückzug aus dem Gazastreifen sorgt sich Friedensnobelpreisträger Schimon Peres um das Leben von Ministerpräsident Ariel Scharon.

Er befürchtet ein Attentat. «Ich befürchte, dass irgendjemand ein Attentat auf Scharon verüben wird», sagte Peres, der selbst einmal Ministerpräsident war, der Tageszeitung «Maariv» am Dienstag. «Die Aufstachelung zur Gewalt ist furchtbar», sagte Peres.

Die derzeitige Stimmung erinnere ihn an die Zeit vor der Ermordung des damaligen Ministerpräsidenten Jizchak Rabin im November 1995. Rabin war von einem Gegner der israelisch- palästinensischen Friedensvereinbarung erschossen worden.

Scharon sucht derzeit nach einer parlamentarischen Mehrheit für seinen Plan, bis Ende kommenden Jahres alle jüdischen Siedlungen im Gazastreifen abzubauen und die Truppen abzuziehen.

Das Projekt wird von konservativ-nationalistischen Parteien und von den Siedlern erbittert bekämpft. Nächste Woche will Scharon den Plan in der Knesset zur Abstimmung stellen.

(sda)

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