Attentat und Entführungen im Irak
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Attentat und Entführungen im Irak

Ein Beamter des irakischen Innenministeriums ist am Dienstag bei einem Attentat getötet worden. Der stellvertretende Direktor der Pass- und Ausweisabteilung sei in Bagdad von Bewaffneten erschossen worden.

Das teilte ein Mitarbeiter des Ministeriums in der irakischen Hauptstadt mit. Nähere Angaben zur Identität des Opfers und zu den Umständen des Anschlags waren zunächst nicht verfügbar.

Bechtel-Mitarbeiter verschleppt

In der nordirakischen Stadt Kirkuk enführten Unbekannte nach Polizeiangaben fünf Mitarbeiter des US-Konzerns Bechtel. Die Polizei berichtete, die Entführer hätten das Auto der Männer in der 230 Kilometer nördlich von Bagdad gelegenen Stadt Tus gestoppt.

Ob es sich bei den Verschleppten um Iraker oder Ausländer handelt, war zunächst unklar. Aus anderen Quellen hiess es, die Entführer hätten lediglich einen irakischen Ingenieur gekidnappt.

Leichen entdeckt

Die irakische Armee entdeckte bei einem Einsatz auf einem früheren Militärstützpunkt 15 enthauptete Leichen, wie ein Offizier mitteilte. Das Gelände werde mittlerweile von Aufständischen genutzt. Bei den Getöteten handelt es sich demnach sowohl um Männer als auch um Frauen.

Im so genannten Todesdreieck südlich von Bagdad entdeckte ein Bauer am Montag auf seinem Land zwei Leichen. Wie die Polizei in Latifija mitteilte, handelt es sich bei den Opfern um einen Polizeioffizier, der von Extremisten enthauptet wurde, und einen Iraker, der als Übersetzer für die US-Armee arbeitete.

In der Nacht zum Dienstag erschossen US-Soldaten in Dedscheel zwei mutmassliche Aufständische. Nach Angaben der Streitkräfte in Tikrit hatten die Männer die Amerikaner in der nördlich von Bagdad gelegenen Stadt zuvor angegriffen. Ein dritter Angreifer sei verletzt worden. In Mossul sei ein weiterer «Terrorist» bei einer Operation der US-Armee getötet worden hiess es.

Arabische Ausländer verurteilt

Das Büro von Übergangs-Ministerpräsident Ijad Allawi teilte unterdessen mit, das zentrale Strafgericht in Bagdad habe in der vergangenen Woche 15 mutmassliche Aufständische und Terroristen zu Haftstrafen zwischen einem und zwölf Jahren verurteilt, darunter acht arabische Ausländer.

Die meisten der verurteilten Araber stammten aus Syrien und Saudi-Arabien. Mehrere von ihnen wurden in der westirakischen Aufständischen-Hochburg Falludscha gefangen genommen. Den Arabern warf man «Unterstützung des Terrorismus» vor, während die Iraker wegen Waffenbesitzes verurteilt wurden. (sda)

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