Au-pairs wollen nicht in Berner Haushalte
Aktualisiert

Au-pairs wollen nicht in Berner Haushalte

Ein grosser Mangel an Au-pairs treibt die Berner Mütter derzeit zur Verzweiflung: «Ich habe mich wiederholt für ein Au-pair angemeldet – leider erfolglos», klagt die zweifache Mutter Verena Bigler.

«Die Anzahl der suchenden Familien übersteigt bei weitem die der interessierten Mädchen», bestätigt auch Annamarie Fuhrer von der Vermittlung der reformierten Landeskirchen im Emmental. Ähnlich dürftig sieht es im Kanton Solothurn aus: «Pro Jahr kann ich nur ein bis zwei Au-pairs in die Region vermitteln», sagt Manuela Winiger von der Agentur Jugend + Sprachen. Dies hat Konsequenzen: Ohne Betreuungsmöglichkeit müssten einige Mütter den Wiedereinstieg ins Berufsleben um Jahre verschieben, so Winiger. Grund für das Wegbleiben der Mädchen: Schweizerdeutsch wolle einfach kaum jemand lernen, man gehe lieber gleich nach Deutschland.

(nj)

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