Kühlhaus-Brand in Basel: Auch am 4. Tag brennt das Tiefkühllager
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Kühlhaus-Brand in BaselAuch am 4. Tag brennt das Tiefkühllager

Der Kühlhausbrand im Basler Nordwesten mottet auch am vierten Tag weiter. Trotz aufbrechender Fassade kann sich die Feuerwehr keinen Zugang zum Brand verschaffen.

von
kub
Das Kühlhaus ist noch nicht gelöscht. (Bild: Leser-Reporter)

Das Kühlhaus ist noch nicht gelöscht. (Bild: Leser-Reporter)

Das grosse Kühlhaus, das der Bell AG gehört, steht einen Steinwurf vom schweizerisch-französischen Autobahngrenzübergang entfernt. Mit schweren Baumaschinen hatte die Feuerwehr am Montagnachmittag rund zwei Meter grosse Löcher in die Betonfassade geschlagen, um Einblick zu gewinnen und Löschwasser hinein spritzen zu können.

Im Erdgeschoss habe man nun wieder Sicht, sagte der baselstädtische Feuerwehrkommandant Roland Bopp am Dienstag auf Anfrage. Doch im zweiten und dritten Stock habe es weiter Rauch und Flammen, und Lärm weise auf zusammenbrechende Gestelle hin. Der Zutritt sei so noch zu gefährlich. Auch die Baustatik müsse neu geprüft werden.

«Es stinkt gewaltig!» sagt Leser-Reporter Michael Hofmann gegenüber 20 Minuten Online. Auch am Basler Flughafen mache man deshalb besser die Fenster zu.

Ziel: noch vor Ostern löschen

Die Schwelbrände loderten immer wieder auf, sagte Bopp weiter. Die Feuerwehr bringe derzeit stossweise Wasser ein, damit dieses im Kühlhaus verdampfe und so die Brände lösche. Von Kühlhausbränden andernorts sei indes bekannt, dass sie einige Tage dauern könnten. Sein vages Ziel sei momentan, vor Ostern gelöscht zu haben.

30 Personen seien ständig am Löschen und Überwachen der beiden brennenden Gebäudeteile. Nebenan in drei weiteren Kühlhäusern sowie dem Verwaltungstrakt wird seit Montag wieder gearbeitet. Damit das Ammoniak jener Kühlanlagen nicht wegen des Feuers austreten kann, müssten diese Kühlmaschinenräume ständig intensiv belüftet werden.

Die Lagerhaus-Eigentümerin Frigo St. Johann AG gehört dem Fleischverarbeiter Bell. Konkret stehen seit Samstagmorgen zwei Tiefkühllagergebäude mit Baujahr 1968 und 1972 in Flammen. Diese haben laut Bell eine Kapazität von 8000 bis 9000 Paletten Ware; eingelagert sind unter anderem Fleischprodukte und Fertigpizzen. (kub/sda)

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