Auf Testfahrt im BMW i7

Mit der neuen Generation des 7er bringt BMW im November den vollelektrischen i7 auf den Markt.

Mit der neuen Generation des 7er bringt BMW im November den vollelektrischen i7 auf den Markt.

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Publiziert

Testfahrt im i7Auch BMW kombiniert nun Luxus mit Strom

Alles beim Alten, nur ganz anders: Der neue 7er ist erstmals auch als Stromer erhältlich.

von
Thomas Geiger

Bei der ersten Begegnung mit dem neuen Siebener ist alles so, wie man es von einer bayerischen Oberklasselimousine erwarten darf, seitdem BMW vor 45 Jahren, sechs Generationen und mehr als zwei Millionen Verkäufen mit dem ersten Siebener in die Spitzengruppe der Autobauer aufgestiegen ist. Doch der erste Eindruck täuscht. Denn wenn kurz vor dem Jahresende der siebte Siebener zu Preisen ab 139’600 Franken an den Start geht, ist plötzlich nichts mehr wie es war.

Stromer im Smoking

Denn nun gibt es den 7er erstmals auch mit reinem Elektroantrieb. Zum Marktstart gibt es den Stromer im Smoking als i7 xDrive60 (ab 169'900 Franken) mit zwei Motoren von zusammen 400 kW/544 PS, einem Akku mit einer Nettokapazität von 101,7 kWh für bis zu 625 Kilometer Aktionsradius und Fahrleistungen, die den Verbrennern mit einem Sprintwert von 4,9 Sekunden und einem Spitzentempo von 240 km/h kaum nachstehen. 

Ein Design für China

Die aktuelle Designstrategie der Bayern kollidiert hart mit den bei uns etablierten Geschmacksmustern. Doch gefallen muss er in erster Linie den Chinesen, denn während sich auf unseren Kontinent nicht einmal zehn Prozent aller Siebener verirren, geht knapp die Hälfte ins Reich der Mitte, wo die Kunden kaum mehr als halb so alt sind und mehr Mut zur Mode haben.

Auch im Innenraum müssen sich BMW-Kunden auf eine neue Welt einstellen. Wie schon im iX biegt sich hinter dem Lenkrad eine schlanke Bildschirmwand bis über der Mittelkonsole, statt Lack und Leder gibt es – zumindest auf Wunsch – Wolle von biologisch gehaltenen Merino-Schafen und vegane Sitzbezüge. Schalter findet man dagegen kaum mehr, bedient wird der Siebener per Sprache, über Sensorfelder und Touchscreens, die es auch in den Türen gibt. Und wem das noch nicht reicht, der kann von der Decke einen 31-Zoll-Bildschirm herunterfahren, den die Bayern «Theater Screen» nennen.

Dank eines riesigen Akkus mit einer Nettokapazität von 101,7 kWh schafft der i7 eine Reichweite bis 625 Kilometer. 

Dank eines riesigen Akkus mit einer Nettokapazität von 101,7 kWh schafft der i7 eine Reichweite bis 625 Kilometer. 

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Das Cockpit-Layout kennt man bereits vom Elektro-SUV iX.

Das Cockpit-Layout kennt man bereits vom Elektro-SUV iX.

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Sogar in den Türen gibt es einen Touchscreen als Bedienkonsole.

Sogar in den Türen gibt es einen Touchscreen als Bedienkonsole.

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Natürlich gibt es auch Verbrennungsmotoren für den neuen 7er. In Europa gibt es einen Sechszylinder-Diesel als 740d mit 220 kW/299 PS Leistung und 6,1 Litern Normverbrauch. Und für alle, die sich nicht zwischen alter und neuer Welt entscheiden können, sind gleich zwei Plug-In-Hybriden mit 360 kW/489 PS oder 420 kW/571 PS und jeweils knapp 100 Kilometern elektrischer Reichweite im Angebot.

Die Fahrfreude bleibt

Falls es in der neuen Welt, in der Bildschirmdiagonalen wichtiger sind als Hubraumgrössen und Leistungszahlen, noch irgendjemanden interessiert: Der Siebener ist auch beim Fahren über jeden Zweifel erhaben. Mag ja sein, dass alles anders wird bei BMW, doch zumindest bei der Disziplin «Aus Freude am Fahren» bleibt alles beim Alten.

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