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Donald Trump gratuliertUSA lassen auch Corona-Impfstoff von Moderna zu

Nach Biontech und Pfizer erhält auch das US-Pharma-Unternehmen Moderna eine Notfallzulassung für seinen Coronavirus-Impfstoff.

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Ist in den USA nun ebenfalls zugelassen: Corona-Impfstoff des US-Pharma-Unternehmens Moderna. (Symbolbild)

Ist in den USA nun ebenfalls zugelassen: Corona-Impfstoff des US-Pharma-Unternehmens Moderna. (Symbolbild)

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Die US-Arzneimittelbehörde FDA hat dem Moderna-Impfstoff eine Notfallzulassung erteilt. (Symbolbild)

Die US-Arzneimittelbehörde FDA hat dem Moderna-Impfstoff eine Notfallzulassung erteilt. (Symbolbild)

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Vor rund einer Woche hatte bereits ein vom Mainzer Pharma-Unternehmen Biontech und seinem US-Partner Pfizer entwickelter Corona-Impfstoff eine Notfallzulassung der Behörde bekommen. (Symbolbild)

Vor rund einer Woche hatte bereits ein vom Mainzer Pharma-Unternehmen Biontech und seinem US-Partner Pfizer entwickelter Corona-Impfstoff eine Notfallzulassung der Behörde bekommen. (Symbolbild)

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Darum gehts

  • Der Corona-Impfstoff von Moderna hat am Freitag in den USA eine Notfallzulassung erhalten.

  • Für die nächsten drei Monate wird eine Produktion von 100 bis 125 Millionen Impfdosen erwartet.

  • Die USA haben vor einer Woche bereits den Impfstoff von Biontech und Pfizer zugelassen.

  • Am Montag haben in den USA Massenimpfungen begonnen.

Die US-Arzneimittelbehörde FDA hat dem Corona-Impfstoff des Pharma-Unternehmens Moderna eine Notfallzulassung erteilt. Das teilte die FDA am Freitag mit. Anfang nächster Woche könne mit dem Einsatz des Präparats begonnen werden, hatten Regierungsbeamte in den vorangegangenen Tagen erklärt. Sie rechneten damit, dass nach der Zulassung sofort knapp sechs Millionen Impfdosen im Land verteilt werden könnten.

Noch vor Jahresende könnten in den USA laut Unternehmensangaben 20 Millionen Einheiten verfügbar sein. Für den vollen Immunschutz sind zwei davon pro geimpfter Person im Abstand von 28 Tagen nötig.

Ein Beratergremium hatte am Donnerstag der FDA grünes Licht für die Notfallzulassung des Corona-Impfstoffs des US-Konzerns gegeben. Auf Basis der bisher verfügbaren Informationen seien die Vorteile des Präparats im Einsatz bei Menschen ab 18 Jahren grösser als die Risiken, erklärten 20 Fachleute bei einem per Video-Schalte abgehaltenen Treffen. Es gab eine Enthaltung. In der EU soll am 6. Januar über einen Einsatz entschieden werden.

Weltweit bis zu einer Milliarde Impfdosen

«Gratulation, der Moderna-Impfstoff ist jetzt verfügbar», twitterte US-Präsident Donald Trump wenige Minuten nach der Erklärung der FDA. Experten hatten allerdings immer wieder erklärt, dass zunächst besonders Schutzbedürftige die Impfung bekommen und es noch Monate dauern könnte, bis genug Mittel für die breite Bevölkerung bereitstehen.

Das Unternehmen mit Sitz in Cambridge im US-Bundesstaat Massachusets erwartet, dass bis Ende des Jahres 20 Millionen Impfdosen des Vakzins mit dem Namen «mRNA-1273» in den USA verfügbar sein sollen. Für die ersten drei Monate des kommenden Jahres wird eine Produktion von 100 bis 125 Millionen Moderna-Impfdosen erwartet. Davon sollen 15 bis 25 Millionen ausserhalb der USA zur Verfügung stehen. Insgesamt rechnet der Konzern damit, dass er 2021 weltweit bis zu einer Milliarde Impfdosen herstellen kann. Um den vollen Immunschutz zu haben, muss jeder Geimpfte zwei Dosen erhalten.

Wirksamkeit von 94,1 Prozent

Moderna hatte Ende November auf Grundlage seiner entscheidenden Phase-III-Studie mitgeteilt, dass sein Impfstoff eine Wirksamkeit von 94,1 Prozent habe. Daten aus einer sogenannten Phase-I-Studie zeigten einer Veröffentlichung im «New England Journal of Medicine» («NEJM») zufolge zudem, dass die durch den Impfstoff ausgelöste Immunantwort mehrere Monate deutlich im Blut nachweisbar sei. Das Ergebnis könnte darauf hindeuten, dass die Moderna-Impfung über einen längeren Zeitraum Schutz gegen Covid-19 bietet. Ein Nachweis ist das aber nicht.

In den Tests gab es nur geringe Nebenwirkungen – allerdings fehlen wegen der nur wenige Monate langen Erprobungszeit noch längerfristige Daten zur Sicherheit des Präparats und Detailinformationen zu anderen Bevölkerungsgruppen.

Seit Montag Massenimpfungen

Vor rund einer Woche hatte bereits ein vom Mainzer Pharma-Unternehmen Biontech und seinem US-Partner Pfizer entwickelter Corona-Impfstoff eine Notfallzulassung der Behörde bekommen. Er wird seit Montag in den USA eingesetzt, braucht aber eine aufwendigere Kühlung als das Moderna-Präparat. Beide sind ein sogenannter RNA-Impfstoff und enthalten genetische Informationen des Erregers, aus denen der Körper ein Viruseiweiss herstellt. Ziel der Impfung ist es, den Körper zur Bildung von Antikörpern gegen dieses Protein anzuregen, um die Viren abzufangen, bevor sie in die Zellen eindringen und sich vermehren.

Einige weitere Hersteller wie AstraZeneca und Johnson & Johnson stecken gerade in der dritten Phase der Erprobung ihrer Impfstoffe. Dabei bekommt die eine Hälfte von mehreren zehntausend Probanden das Präparat, die andere erhält ein wirkungsloses Placebo. Niemand erfährt, zu welcher Gruppe er zählt und die Wissenschaftler vergleichen, ob sich die tatsächlich Geimpften im Alltag signifikant seltener anstecken.

Die Vereinigten Staaten erleben aktuell erneut eine verheerende Pandemie-Welle mit Rekordzahlen bei Infizierten, Erkrankten in Krankenhäusern und Todesopfern. Bis Freitagabend waren nach Zählung der Johns-Hopkins-Universität in Baltimore fast 313 000 Tote und beinahe 17,5 Millionen nachgewiesene Infektionen seit Beginn der Pandemie bestätigt. Bereits an mehreren Tagen in der vergangenen Woche waren mehr als 3000 Tote binnen 24 Stunden bestätigt worden – alle 30 Sekunden stirbt damit ein an Covid-19 erkrankter Mensch in den USA.

(DPA)

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