Aktualisiert 10.05.2013 23:23

Bei unseren Nachbarn

Auch den «Priestern» droht ESC-Ärger

Nicht nur die Schweiz muss sich mit den Auflagen der European Broadcasting Union (EBU) beschäftigen. Auch Deutschland könnte schon bald Ärger wegen des «ESC» bekommen.

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los

Das Debakel um den Schweizer «Eurovision Song Contest»-Beitrag könnte nun auch Deutschland blühen. Während sich in der Schweiz die Heilsarmee mit den Auflagen der European Broadcasting Union (EBU) bezüglich Namen und Kleidung auseinandersetzen muss, scheint unseren deutschen Nachbarn Ähnliches zu drohen.

Mit dem Song «Ave Maris Stella» wollen die Priester beim Vorentscheid antreten. Ungünstig nur, dass das Lied um die 1100 Jahre alt ist. Denn: Am «ESC» sind nur Stücke zugelassen, die neu komponiert, getextet und veröffentlicht werden.

«Ein klarer Regelverstoss», sagt Grand-Prix-Experte Ivor Lyttle gegenüber Bild.de. Das Lied der drei Geistlichen kenne bereits jeder. Anders sieht dies die NDR-Sprecherin Iris Bents. Sie meint: «Die Priester treten nicht mit der historischen Marienvesper an, sondern mit einer drei Minuten langen Neukomposition, die lediglich von der historischen Vorlage inspiriert wurde.»

Ob die Deutschen schlauer sind als die Schweizer und auf Nummer sicher gehen oder tatsächlich die fragwürdigen Priester nach Schweden schicken, wird sich zeigen. Anders als in früheren Jahren wird die deutsche ESC-Vertretung nicht mehr mittels einer Casting-Show entschieden. Neu klärt eine einzige Liveshow am 14. Februar über den Gang nach Malmö auf.

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