Bis am 10. Januar: Auch Deutschland will Skitourismus europaweit verbieten

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Bis am 10. JanuarAuch Deutschland will Skitourismus europaweit verbieten

Nach Italien fordert auch Deutschland eine europaweite Regelung für den Skitourismus. Geht es nach den beiden Ländern, soll er bis Mitte Januar unterbunden werden.

Die Titlis-Bergbahnen investieren viel Geld in ihr Corona-Schutzkonzept. Im Video siehst du die bestehenden und geplanten Massnahmen.

Video: Keystone-SDA

Darum gehts

  • Auch Deutschland will eine europäische Regelung, um Skitourismus bis Mitte Januar zu unterbinden.

  • Zuvor hatte bereits Italien eine Schliessung der Skigebiete in Europa gefordert.

  • Die Schweiz und Österreich reagierten ablehnend.

Angesichts der Corona-Krise wollen Bund und Länder eine abgestimmte europäische Regelung erreichen, um Skitourismus bis zum 10. Januar zu unterbinden. Darauf verständigten sich die Ministerpräsidenten der deutschen Bundesländer am Mittwoch mit Kanzlerin Angela Merkel, wie aus ihrem Beschlusspapier hervorgeht. «Die Bundesregierung wird gebeten, auf europäischer Ebene darauf hinzuwirken, dass bis zum 10. Januar Skitourismus nicht zugelassen wird», heisst es dort.

Am Dienstag hat bereits Italien eine Schliessung der Skigebiete in Europa gefordert. Die italienische Regierung befürchtet, dass die Skiferien nach Weihnachten eine mögliche dritte Corona-Welle begünstigen könnten. So will Italiens Ministerpräsident Giuseppe Conte Skigebiete mindestens bis zum 10. Januar geschlossen halten – in ganz Europa, also auch in der Schweiz.

Unverständnis in der Schweiz und Österreich

Bei Schweizer Touristikern stiess der Ruf der Italiener auf Unverständnis. Jedes Land müsse autonom bestimmen können, ob es die Skigebiete geöffnet haben wolle oder nicht, hiess es. Der italienische Ansatz sei unrealistisch.

Ähnlich reagierte auch Österreich. Bundeskanzler Sebastian Kurz lehnte eine länderübergreifend spätere Öffnung der Wintersportgebiete in der Corona-Krise ab. Öffnungsschritte in allen Bereichen, darunter der Sport, würden von den Staaten unterschiedlich gehandhabt, sagte Kurz am Mittwoch. Dass es internationale Abstimmungen dazu gebe, sei «übertrieben». Einige Länder hätten lediglich einen Wunsch geäussert.

Wintersaison in Corona-Zeiten: Skifahrer in Zermatt sitzen mit Schutzmaske auf dem Sessellift.

Wintersaison in Corona-Zeiten: Skifahrer in Zermatt sitzen mit Schutzmaske auf dem Sessellift.

REUTERS

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(SDA/REUTERS/scl)

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