Bankgeheimnis: Auch die Cayman Islands bewegen sich

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BankgeheimnisAuch die Cayman Islands bewegen sich

Die Cayman Islands kämpfen gegen ihren Ruf, eine Steueroase zu sein. Die britische Kronkolonie gab den Abschluss von einseitigen Abkommen über die Unterstützung mit Steuerinformationen mit vier weiteren Ländern bekannt.

Die Cayman Islands hätten erkannt, dass sie beim Abschluss von Steuerabkommen ein höheres Tempo einschlagen müssten, teilte die Regierung des Inselstaats am Montag mit. Die neuen unilateralen Abkommen, für die kein bilateraler Vertrag nötig ist, wurden mit Irland, Japan, den Niederlanden und Südafrika abgeschlossen.

Solche unilateralen Abkommen sind gemäss der Mitteilung damit bereits mit 12 Ländern in Kraft, darunter auch mit der Schweiz. Zudem hätten die Cayman Islands mit sieben skandinavischen Ländern bilaterale Abkommen über den Austausch von Steuerdaten geschlossen. Mit den USA existiere bereits seit 2001 ein bilaterales Abkommen.

Die Anfang März abgeschlossenen Verträge mit den skandinavischen Staaten hatte ein Minister als «weiteren Beweis» bezeichnet, dass die Cayman Islands «nicht mit Geheimnissen und unrechtmässigen Steueraktivitäten Geschäfte machen». In den kommenden Monaten will der Inselstaat weitere Steuerabkommen abschliessen.

Die USA und weitere grosse Industrieländer haben im Vorfeld des G20-Treffens vom 2. April den Druck auf Steueroasen massiv verschärft. Die Cayman Islands hatten sich wie auch die Schweiz auf einer «Schwarzen Liste» der Steuerparadiese wiedergefunden, welche die OECD im Vorfeld des Gipfeltreffens erstellt hat. (sda)

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