Aktualisiert 14.12.2008 10:08

NachhaltigkeitAuch die CS muss Bonus-System ändern

Nicht nur die UBS, sondern auch die anderen Banken sollen ihre Bonussysteme so ändern, dass langfristiger Erfolg und nicht kurzfristiger Profit belohnt wird. Die Bankenaufsicht EBK will die Banken schon für 2009 dazu zwingen.

Bei der Credit Suisse, die bisher keine Staatshilfe beansprucht hat, ging man bisher davon aus, dass man weiterhin frei über die Entlöhnung der Topkader entscheiden kann. CEO Brady Dougan sagte noch vor zehn Tagen, er glaube nicht, dass die CS ihr Lohnsystem ändern müsse.

Da irrt er sich gründlich. EBK-Sprecher Alain Bichsel sagt gegenüber der Zeitung «Sonntag», die Aufsicht arbeite derzeit an einem Rundschreiben, das alle Banken in der Schweiz dazu zwingen soll, ihre Bonussysteme neu zu gestalten. Bichsel: «Es muss in Übereinstimmung mit den internationalen Regeln längerfristigen Erfolg belohnen. Auch sollte es eine Komponente enthalten, die dazu führt, dass der Manager seinen Bonus verliert, wenn der Gewinn sich im Nachhinein als nicht nachhaltig herausstellt.» Diese neuen Richtlinien gehen noch im ersten Quartal 2009 in die Vernehmlassung. Bei der EBK ist man laut Bichsel zuversichtlich, dass eine entsprechende Verfügung bereits für die Entlöhnungen im Jahr 2009 wirksam wird. Wenn es so kommt, dann wird für die CS und auch die übrigen Schweizer Banken 2008 das letzte Jahr der Lohnfreiheit.

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