Wegen Strafverfahrens : Auch die Grenchner Polizei will JSVP-Spahr nicht auf Streife schicken

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Wegen Strafverfahrens Auch die Grenchner Polizei will JSVP-Spahr nicht auf Streife schicken

Der Berner JSVPler Adrian Spahr darf seine neue Stelle nicht antreten: Weil ein Verfahren gegen den 26-Jährigen hängig ist, hat die Grenchner Stadtpolizei einen Arbeitsvertrag aufgelöst. Spahr droht nun mit seinem Anwalt.

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Adrian Spahr, der 26-jährige Co-Präsident der Jungen SVP Bern, ist seit längerem im Kanton Bern politisch aktiv.

Adrian Spahr, der 26-jährige Co-Präsident der Jungen SVP Bern, ist seit längerem im Kanton Bern politisch aktiv.

Mit diesem Plakat ging der Berner 2018 dann zu weit: Dieses Sujet wertete das Regionalgericht in Bern als Verstoss gegen die Rassismus-Stafnorm. Der Jungpolitiker zog den Fall vor das Berner Obergericht. Aber auch da blitze er ab.

Mit diesem Plakat ging der Berner 2018 dann zu weit: Dieses Sujet wertete das Regionalgericht in Bern als Verstoss gegen die Rassismus-Stafnorm. Der Jungpolitiker zog den Fall vor das Berner Obergericht. Aber auch da blitze er ab.

So zog er den Fall nochmals weiter. Jetzt muss das Bundesgericht über den Fall entscheiden. Das Verfahren ist noch hängig.

So zog er den Fall nochmals weiter. Jetzt muss das Bundesgericht über den Fall entscheiden. Das Verfahren ist noch hängig.

Weil gegen den Berner SVP-Jungpolitiker Adrian Spahr nach wie vor ein juristisches Verfahren wegen Rassendiskriminierung hängig ist, hat die Stadtpolizei Grenchen ihn eine neue Stelle als Polizist nicht antreten lassen. Der bereits unterzeichnete Arbeitsvertrag wurde aufgelöst.

Spahr hat nun einen Anwalt beigezogen, wie er am Samstag auf Anfrage eine Meldung des «Bieler Tagblatts» bestätigte. «Ein einseitiger Rücktritt ohne Lohnzahlung für eine gewisse Zeit geht rechtlich sicher nicht», zitiert das Blatt den Bieler Anwalt Mario Stegmann. Denn: Ein unterzeichneter Arbeitsvertrag sei für beide Parteien gültig und verbindlich. Allenfalls könne man sich aussergerichtlich einigen, so Stegmann.

Verfahren vertuscht?

Der Kommandant der Grenchner Stadtpolizei und die Personalchefin gaben an, bei der Anstellung Spahrs nichts von der Tragweite des hängigen Verfahrens gewusst zu haben. Der Jungpolitiker und ausgebildete Polizist habe ihnen beim Bewerbungsgespräch nicht ganz reinen Wein eingeschenkt, so die Kritik.

Spahr wiederum weist den Vorwurf zurück. Im Gegenteil, er habe auf das Verfahren aufmerksam gemacht und «ausführlich erklärt», dass er von zwei Gerichten wegen Rassendiskriminierung verurteilt worden sei und die Sache nun beim Bundesgericht liege. Der Jungpolitiker weist auch auf ein Zwischenzeugnis seines früheren Arbeitgebers hin, dem zu entnehmen sei, dass er aufgrund eines laufenden Verfahrens in den Polizei-Innendienst versetzt worden war.

Vorgeschichte

Adrian Spahr wurde 2018 zusammen mit dem anderen Co-Präsidenten der JSVP Kanton Bern, Nils Fiechter, im Strafbefehlsverfahren wegen Rassendiskriminierung verurteilt. Dies wegen eines im Februar 2018 auf der Facebook-Seite der JSVP publizierten Wahlplakats. Die Zeichnung zeigte einen Schweizer in Sennentracht, der sich vor einem Abfallhaufen einer Wohnwagensiedlung die Nase zuhält. «Wir sagen Nein zu Transitplätzen für ausländische Zigeuner!» stand auf dem Plakat.

Spahr war bei der Kantonspolizei Basel-Stadt tätig. Diese versetzte ihn nach Bekanntwerden der ersten Verurteilung in den Innendienst. Der 26-Jährige kündigte daraufhin seine Stelle.

(sda / miw)

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