Aktualisiert 11.08.2009 12:35

Ottmar Hitzfeld«Auch die Italiener werden Fehler machen»

Mit Italien wartet eine «fantastische Herausforderung» auf die Schweizer Nati. Auf den letzten Test vor dem Showdown in dreieinhalb Wochen gegen Griechenland «brennen die Spieler» – und für Hitzfeld ist es eine ganz besondere Partie.

von
Reto Fehr und Herbie Egli, Basel

«Gegen den Weltmeister zu spielen ist immer eine fantastische Herausforderung, ein Highlight im Leben eines Fussballprofis», so Ottmar Hitzfeld an der Pressekonferenz vor dem Spiel gegen Italien. Wie geht man so ein Spiel an? «Wir müssen selbstbewusst und überzeugt sein, die Italiener zu besiegen. Nervös dürfen wir auf keinen Fall agieren», weiss der erfahrene Trainer. Die Italiener werden gereizt sein. Denn nach dem enttäuschenden Confed-Cup mit Niederlagen gegen Brasilien und Ägypten «brauchen sie Resultate».

Im Vergleich zum WM-Testlauf in Südafrika werden die Italiener zweifellos anders auftreten. Personell sind beispielsweise neun Spieler nicht mehr dabei. Doch nicht nur wegen dem Gegner wird die Partie ein Highlight. Auch der Ort macht es aus. Erstmals wird Hitzfeld als Nati-Trainer in Basel spielen. Ganz in der Nähe ist er aufgewachsen. Hier machte er die ersten Schritte seiner grossen Karriere. Hier glaubte Helmut Benthaus an ihn als jungen Spieler. «Es wird ein spezielles Spiel. Ich wohne ja nur zwölf Minuten von hier», so der Lörracher.

Degen gibt sein Comeback

Dass die Schweiz vor einem Testspiel steht, wird schnell klar. «Ich werde einige Wechsel vornehmen, wohl schon bei der Startaufstellung», so Hitzfeld. Zudem kann man sechs Spieler auswechseln: «Das werde ich wahrscheinlich ausnutzen.» Hitzfeld will vor allem auch Spieler sehen, welche in ihren Teams wenig zum Einsatz kommen. Einer davon ist Philipp Degen. In Liverpool kämpft der Aussenverteidiger nach fast zwölf Monaten Verletzung um einen Stammplatz. «Degen beginnt rechts», stellt Hitzfeld klar.

Und lässt sich der Trainerfuchs noch weiter in die Karten blicken? «Die Plätze vorne sind vergeben, Senderos wird spielen, Padalino beginnt, Benaglio wird normalerweise über 90 Minuten spielen», erzählt er. Doch dann beendet er das muntere Erraten der Aufstellungen: «Wenn wir so weitermachen, haben wir bald die ganze Startformation durch.» Hitzfeld schmunzelt. Die Stimmung ist gut.

Viele Wechsel im Team führen oft auch zu vielen Fehlern, weil die Abstimmung nicht stimmt. «Wer weniger Fehler macht, gewinnt normalerweise», zitiert der Lörracher eine alte Fussballweisheit und ergänzt: «Auch die Italiener werden Fehler machen.»

31 000 Tickets hat der SVF für das Spiel gegen Italien bereits abgesetzt. Die Kategorie 3 mit Vergünstigung (Jugendliche) ist ausverkauft. Jugendliche, welche noch nicht im Besitz einer Eintrittskarte sind und das Spiel live im Stadion miterleben wollen, müssen den vollen Betrag bezahlen.

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