Pandabären: Auch die Männchen haben einen Zyklus
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PandabärenAuch die Männchen haben einen Zyklus

Panda-Forscher haben herausgefunden, dass nicht nur die Weibchen einen Sexualzyklus haben. Diese Erkenntnis könnte bei der Zucht helfen, um wieder vermehrt Jungtiere auswildern zu können.

Panda Er Shun isst im Pandahaus von Chongqing, China Bambus.

Panda Er Shun isst im Pandahaus von Chongqing, China Bambus.

Wie ihre Weibchen so haben auch die männlichen Pandabären einen jährlichen Sexualzyklus. Die Erkenntnisse darüber könnten den Zuchterfolg erheblich steigern, schreibt ein Team vom Smithsonian Conservation Biology Institut in Washington.

Weibliche Pandas können nur einmal im Jahr befruchtet werden, und das auch nur in einem Zeitraum von 24 bis 72 Stunden in den Monaten Februar bis Mai. Dieses enge Zeitfenster ist einer der Gründe für die grossen Probleme, Pandas zu züchten.

Nun fanden die Forscher aus China und den USA, dass es bei den Panda-Männchen jährlich eine «Welle» erhöhter Fortpflanzungsbereitschaft gibt. Zusammen mit Rong Hou von der Chengdu Forschungsstation für Grosse Pandas in China hatte die Tierärztin Copper Aitken-Palmer über drei Jahre die Biologie und das Verhalten von acht männlichen Tieren der Forschungsstation untersucht.

Zeitlich abgestimmte Spermienproduktion

Es stellte sich heraus, dass die Produktion männlicher Geschlechtshormone, die Spermakonzentration und die Hodengrösse drei bis fünf Monate vor der Fruchtbarkeit der meisten Pandaweibchen ansteigt. Das könnte eine Vorbereitung auf die kurze und unvorhersehbare Zeit der möglichen Befruchtung der Weibchen sein, schreiben die Biologen im Fachblatt «Biology of Reproduction».

Diese Daten könnten bei der Vermehrung der Pandas in Gefangenschaft helfen und dazu beitragen, diese wieder auszuwildern. So sei es nun etwa möglich, die Samenentnahme zur künstlichen Befruchtung bewusst zeitlich einzuschränken. Wilde Pandas kommen nur noch in sehr wenigen abgelegenen Bergregionen Chinas vor.

(sda)

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