Russisches Kriegsschiff: Die Moskwa wurde mithilfe von US-Informationen versenkt
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Russisches KriegsschiffDie Moskwa wurde mithilfe von US-Informationen versenkt

Pentagon-Sprecher John Kirby bestätigte am Donnerstag, dass die US-Regierung Informationen zur Kriegssituation mit der Ukraine teile. Auch die Informationen über den Standort des Flaggschiffs der russischen Schwarzmeerflotte sollen vom US-Geheimdienst stammen, wie US-Medien berichten. 

Da war es noch intakt: Das Flaggschiff der russischen Schwarzmeerflotte wurde durch die ukrainischen Streitkräfte versenkt.

Da war es noch intakt: Das Flaggschiff der russischen Schwarzmeerflotte wurde durch die ukrainischen Streitkräfte versenkt.

AFP

Darum gehts

  • Am Mittwoch hatte die «New York Times» publik gemacht, dass der US-Geheimdienst Informationen an die ukrainischen Streitkräfte weitergibt. 

  • Am Donnerstag berichtete der Sender NBC News, dass auch die Moskwa, das Flaggschiff der russischen Schwarzmeerflotte, durch die USA lokalisiert wurde. 

  • Mithilfe von diesen Informationen sollen die ukrainischen Streitkräfte überhaupt in der Lage gewesen sein, das Schiff anzugreifen und zu versenken. 

Geheimdienstinformationen der USA haben Medienberichten zufolge dem ukrainischen Militär dabei geholfen, das Flaggschiff der russischen Schwarzmeerflotte Moskwa (Moskau) zu versenken. Die US-Regierung habe aber keine Kenntnis über die Pläne der Ukraine gehabt, berichteten mehrere US-Medien wie die «Washington Post» oder die «New York Times» am Donnerstagabend (Ortszeit) unter Berufung auf nicht namentlich genannte Personen, die mit der Angelegenheit vertraut seien.

Die USA hätten das Schiff auf Nachfrage des ukrainischen Militärs als Moskwa identifiziert und bei der Lokalisierung geholfen, berichtete der Sender NBC News. Mutmasslich mit ukrainischen Schiffsabwehrraketen des Typs «Neptun» war Mitte April die Moskwa versenkt worden. Moskau bestreitet das. Der Raketenkreuzer war auch für die Luftabwehr im Schwarzen Meer zwischen Donaumündung und der 2014 von Russland annektierten Halbinsel Krim zuständig.

Die «New York Times» hatte die geteilten Informationen publik gemacht

Die «New York Times» hatte am Mittwoch berichtet, dass sich die ukrainische Armee bei ihrem oft erfolgreichen Widerstand gegen Russland teilweise auf Informationen aus den USA beruft. Die ukrainische Armee nimmt etwa für sich in Anspruch, seit Beginn des russischen Angriffs zwölf russische Generäle durch gezielten Beschuss getötet zu haben. Moskau hat sich zum angeblichen Tod der Generäle bislang nicht geäussert.

«Wir liefern keine Informationen über den Aufenthaltsort hochrangiger militärischer Anführer auf dem Schlachtfeld und beteiligen uns auch nicht an den Zielentscheidungen des ukrainischen Militärs», reagierte Pentagon-Sprecher John Kirby am Donnerstag auf diesen Bericht. Er bestätigte aber, dass die US-Regierung der Ukraine Geheimdienstinformationen zur Kriegssituation zur Verfügung stelle. Kirby nannte keine Details. Die Ukraine kombiniere die Informationen, welche die USA und Partner zur Verfügung stellten, mit eigenen Infos. Dann treffe das ukrainische Militär eigene Entscheidungen.  

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(DPA/sys)

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