Aktualisiert 03.08.2006 05:45

Auch Ford revidiert Zahlen - US-Autobauer im freien Fall

Der US-Autobauer Ford hat seinen Quartalsbericht revidiert und weist nun mit 254 Mio. Dollar einen doppelt so hohen Verlust aus. Erst am Dienstag hatte Konkurrent General Motors seine Zahlen korrigiert und 200 Mio. Dollar mehr Verlust ausgewiesen.

Ford teilte am Mittwoch nach US-Börsenschluss mit, für das zweite Quartal werde ein um 131 Mio. Dollar höheren Verlust verbucht als bisher ausgewiesen. Grund seien über den bisherigen Berechnungen liegenden Kosten für Pensionen.

Zudem hiess es, die Luxus-Sparte von Ford mit Marken wie Volvo, Jaguar, Aston Martin und Land Rover werde im Gesamtjahr 2006 Verluste einfahren. Grund dafür sei der jüngste Absatz-Trend. Ursprünglich hatte Ford für den Bereich 2006 vor Steuern schwarze Zahlen erwartet.

Ford teilte darüber hinaus mit, man habe Kenneth Leet engagiert, einen Fachmann für den Bereich Fusionen und Zukäufe. Er solle Konzernchef Bill Ford Junior beraten und strategische Alternativen für Ford ausarbeiten.

Spritschlucker in den USA immer unbeliebter

Im Juli verkauften Ford und Chrysler jeweils rund ein Drittel Wagen weniger als noch im Vorjahr. General Motors setzte gut ein Fünftel weniger ab. Ebenfalls leiden mussten die verschwenderischen Geländewagen von Porsche und BMW. Während Porsche dies mit den Sportwagen mehr als wettmachen konnte, stand bei BMW in den USA ein Minus von 12 Prozent zu Buche – und das bei Rekordumsätzen in Europa.

Zugelegt haben hingegen die Kleinen und Sparsamen: Toyota und Honda steigerten die Absätze um 16,2 Prozent und 12,7 Prozent. Die Modelle Passat, Golf GTI und der New Beetle verhalfen VW zu einem Plus von 5 Prozent. Die US-Marken verkaufen mittlerweile unter dem Wert: Chrysler legt pro Auto 2600 Dollar drauf, General Motors sogar 4600.

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