Aktualisiert 08.12.2008 16:48

StudieAuch Hunde sind neidisch

Auch Hunde können neidisch werden. Zu diesem Schluss kommt eine Studie von Forschern der Universität Wien. Anders als bestimmte Affen und der Mensch können Hunde aber keine Feinheiten ungerechter Behandlung unterscheiden.

In ihrer im Fachmagazin «PNAS» veröffentlichten Studie versuchten die Forscher, Hunde so häufig wie möglich zum Pfötchen- Geben zu bringen. Dabei stellten sie fest, dass die Hunde deutlich schneller damit aufhörten, wenn neben ihnen ein anderer Hund sass, der für dieselbe Leistung eine Belohnung bekam, sie aber nicht.

Die neidischen Vierbeiner hätten im Vergleich zu einer Testsituation, in der sie sich alleine befanden, deutlich gestresster gewirkt, mehr gezögert und stärker auf den anderen Hund und dessen Belohnung geachtet, berichten die Forscher.

Kalt liess die Hunde jedoch, wenn der Partner einen begehrenswerteres Happen bekam als sie, etwa ein Stückchen Wurst statt Brot. Die Hunde handelten anscheinend also nach dem Motto: «Hauptsache, ich bekomme auch etwas.»

Nach Angaben der Forscher ging die Wissenschaft ursprünglich davon aus, dass ein Gefühl wie Neid zutiefst menschlich sei. Experimente hatten dann belegt, dass auch Affen auf ungerechte Belohnung mit Neid reagieren und sogar Unterschiede in der Qualität und der Verteilung registrieren.

Die Studie zeige nun zum ersten Mal, dass auch Nicht-Primaten wie Hunde in einer einfachen Form neidisch sein können. Dies könne eine Vorstufe zu differenzierteren Gefühlen sein. (sda)

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