Weiterbildung geht über alles: Auch in der Krise ist es Zeit für eine Weiterbildung
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Weiterbildung geht über allesAuch in der Krise ist es Zeit für eine Weiterbildung

Weiterbildung ist eine permanente Aufgabe. Wer sich in der Krise berufsbegleitend weiterbilden will, muss aber auf den Betrieb Rücksicht nehmen.

von
Sandro Spaeth

Ein Kurs in Business-Englisch, eine Weiterbildung zum Wirtschaftsinformatiker oder ein Diplom als Marketingplaner: Die Palette an Lehrgängen und Schulen ist hierzulande riesig. «Es ist immer Zeit für eine Weiterbildung, auch in der Krise», sagt Berufs- und Laufbahnberater Reinhard Schmid. Wo Kurz­arbeit herrsche, sei es angebracht, selbst in die Offensive zu gehen und den entstandenen Raum mit Weiterbildung zu füllen. Je nach Betrieb gilt es, den Ausbildungswunsch aber auch zu verschieben.

Schmid: «Verlangt ein Arbeitgeber in der Krise vom Mitarbeiter noch mehr Leistung, kommt die Frage nach einer Pensumsreduktion eher schlecht an.»

Schmid empfiehlt, mit dem Wunsch nach einer sinnvollen und glaubwürdigen Weiterbildung trotz Wirtschaftskrise beim Chef vorzusprechen. «Profitiert auch der Arbeitgeber von der Ausbildung, darf man bezüglich Kostenbeteiligung nachfragen.» Wird mit dem geplanten Lehrgang aber ein Branchenwechsel angestrebt, rät der Experte, nur um eine Reduktion des Arbeitspensums zu ersuchen und die Kosten aus dem ­eigenen Sack zu bezahlen. «Hier ist Selbstverantwortung gefragt, denn jeder ist sozu­sagen der eigene Lebensunternehmer.»

Von Ausbildungen auf Vorrat hält Schmid wenig: «Auch mit vielen Diplomen ist man nicht zwingend arbeitsmarktfähig.» Man müsse die Kompetenzen auch anwenden können.

Reisen bilden

Der Laufbahnberater Reinhard Schmid vom Institut S&B in Bülach plädiert ­dafür, nicht nur formales Lernen als Weiterbildung anzuerkennen. «Auch Reisen in fremde Länder und andere Kulturkreise können bildend sein», so Schmid. Zumindest würden sie in der Regel zur Erweiterung des persönlichen Horizonts beitragen. www.s-b-institut.ch

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