Nach Baldwin-Drama – Auch in der Schweiz gab es schon Schwerverletzte an Filmsets
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Nach Baldwin-DramaAuch in der Schweiz gab es schon Schwerverletzte an Filmsets

Immer wieder gab es Verletzte und sogar Tote an Filmsets. Vor rund einem Jahr gab es drei Verletzte durch eine Schusswaffe bei einem Dreh in einer Bar in Rapperswil-Jona.

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Alec Baldwin ist als Co-Produzent und Hauptdarsteller am neuen Western beteiligt. (Archivbild)

Alec Baldwin ist als Co-Produzent und Hauptdarsteller am neuen Western beteiligt. (Archivbild)

AFP
Wurde tödlich getroffen: Halyna Hutchins erlag im Spital ihren schweren Verletzungen.

Wurde tödlich getroffen: Halyna Hutchins erlag im Spital ihren schweren Verletzungen.

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Sie war in «Rust» für die Kameraführung verantwortlich geführt.

Sie war in «Rust» für die Kameraführung verantwortlich geführt.

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Darum gehts

  • Alec Baldwin erschoss am Filmset eine Kamerafrau mit einer Requisitenwaffe.

  • Es war nicht das erste Mal, dass an einem Filmset eine Person durch eine Waffe ums Leben kam.

  • In diversen anderen Hollywood-Blockbustern kam es auch schon zu Unfällen.

Schock am Filmset vom Western-Film «Rust»: Hollywood-Star Alec Baldwin erschiesst mit einer Requisitenwaffe die Kamerafrau Halyna Hutchins. Die 42-Jährige hatte keine Chance und erlag ihren Verletzungen. Der ebenfalls getroffene Regisseur Joel Souza war im Krankenwagen zu einem anderen Spital gebracht worden. Dieses musste den 42-Jährigen notversorgen. Ein Sprecher der Filmproduktion hatte von einem «Fehlschuss» berichtet und angegeben, dass die Waffe mit Platzpatronen geladen war.

Baldwin ist als Co-Produzent und Hauptdarsteller an den Dreharbeiten beteiligt. In dem Western verkörpert er Harland Rust, einen Gesetzlosen, der mit seinem wegen Mordes zum Tode verurteilten Enkel vor dem Gesetz flieht.

Es ist nicht das erste Mal, dass es bei einem Dreh zu einem tragischen Unfall kam. Wir zeigen dir, an welchen Filmsets es ebenfalls zu tragischen Unfällen gekommen ist.

Dreharbeiten in Rapperswil-Jona

Im Januar 2020 kam es bei Dreharbeiten in der Boomerang-Bar in Rapperswil-Jona SG zu einem Vorfall an einem Filmset. Dabei wurden gleich drei Personen verletzt. Eine Person musste sogar mit der Rega ins Spital gebracht werden. Der Mediensprecher der Kantonspolizei St. Gallen, Markus Rutz, sagte damals: «Es waren auch richtige Waffen im Spiel. Es wurde aber nicht mit scharfer Munition geschossen, sondern mit Knallpatronen.» Gedreht wurde für den Film «Smokers». Regie führte Louis Mandylor, der gleichzeitig auch Hauptdarsteller des Films ist. Der Mafiafilm befindet sich laut der IMDB in der Post-Produktion. Produzent ist Peter Organ, der nach eigenen Angaben in der Schweiz aufgewachsen ist und vor seiner Arbeit beim Film als Zahnarzt arbeitete.

Dreharbeiten zum Film «The Crow»

1993 starb Brandon Lee, der Sohn von Kampfsportlegende Bruce Lee, am Filmset zum Film «The Crow» durch einen Bauchschuss. Die Autopsie ergab, dass Lee von einer Kugel scharfer Munition getroffen worden war, die im Lauf der Waffe stecken geblieben war und sich durch die Detonation einer Platzpatrone gelöst hatte. Der mit den Ermittlungen beauftragte Staatsanwalt beschied auf Fahrlässigkeit.

«The Expendables 2»

Bei den Dreharbeiten zum Actionfilm «The Expendables 2» mit unzähligen Stars wie Arnold Schwarzenegger, Jason Statham, Sylvester Stalone oder Bruce Willis kam es zu einem tragischen Unfall. Bei einer geplanten Explosion kam ein Stuntdouble ums Leben, ein anderer Stuntman wurde schwer verletzt, weil der Sicherheitsabstand bei der Explosion nicht gross genug war.

«Deadpool 2»

Am Filmset des Hollywood-Blockbusters «Deadpool 2» kam es auch zu einem tragischen Unfall, bei dem eine Stuntfrau verstarb. Die Stuntfrau sollte einen Motorradstunt performen. Viermal ging es gut. Beim fünften Take verlor sie die Kontrolle über ihr Motorrad und fuhr in eine Glasfassade eines Gebäudes. Jede Hilfe kam zu spät, sie verstarb noch am Unfallort an ihren schweren Verletzungen.

Auch bei Video-Drehs von Amateuren kommt es immer wieder zu Zwischenfällen. So kam es 2016 in Zürich zu einem Zwischenfall, bei dem sogar ein Grossaufgebot der Stadtpolizei ausrückte, wie die «NZZ» schreibt. Drei maskierte Männer mit Waffenattrappen stürmten für eine Filmszene ein Restaurant. Die Szene war inszeniert. Jedoch wurde das Vorgehen beobachtet und für echt empfunden.

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(fos)

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