Neue Zahlen - Auch in Deutschland gibt es trotz des Coronavirus eine Untersterblichkeit
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Neue ZahlenAuch in Deutschland gibt es trotz des Coronavirus eine Untersterblichkeit

Seit Mitte Februar verzeichnet die Schweiz eine deutliche Untersterblichkeit. Sie ist damit nicht das einzige Land in Europa. Neue Zahlen zeigen, dass es auch in Deutschland eine Untersterblichkeit gibt.

von
Marcel Urech
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Auch in Deutschland gibt es aktuell trotz der Corona-Pandemie eine Untersterblichkeit. Das Bild zeigt einen Sarg eines Corona-Verstorbenen im Krematorium Rosenberg in Winterthur.

Auch in Deutschland gibt es aktuell trotz der Corona-Pandemie eine Untersterblichkeit. Das Bild zeigt einen Sarg eines Corona-Verstorbenen im Krematorium Rosenberg in Winterthur.

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Darum gehts

  • Laut Destatis sind im März 2021 in Deutschland 81’359 Menschen gestorben.

  • Diese Zahl liegt 11 Prozent unter dem Durchschnitt der Jahre 2017 bis 2020.

  • Auch in der Schweiz gibt es eine Untersterblichkeit.

Nicht nur in der Schweiz gibt es trotz der Corona-Pandemie eine Untersterblichkeit. Nach einer Hochrechnung des Statistischen Bundesamtes (Destatis) ist das auch in Deutschland der Fall. Im März 2021 seien in unserem Nachbarland 81’359 Menschen gestorben. Diese Zahl liege 11 Prozent unter dem Durchschnitt der Jahre 2017 bis 2020 für diesen Monat. Insgesamt gab es in diesem Zeitraum 9’714 weniger Todesfälle.

Auch in der 13. Kalenderwoche, die vom 29. März bis 4. April dauerte, lagen die Sterbefallzahlen 6 Prozent oder 1’077 Fälle unter dem Vierjahresdurchschnitt für diese Woche. Dies gehe aus einer Sonderauswertung der vorläufigen Sterbefallzahlen hervor, schreibt Destatis in einer Mitteilung.

Darum gehen die Todesfälle zurück

Laut dem Robert-Koch-Institut (RKI) gab es in der dritten Märzwoche 954 Covid-19-Todesfälle. Die Zahl sank damit gegenüber der Vorwoche um 140 Fälle. Die gesamten Sterbefallzahlen lagen in der 11. Kalenderwoche 2’471 Fälle unter dem Durchschnitt der vier Vorjahre. Das ist eine Abnahme von rund 12 Prozent.

Destatis nennt folgenden Hauptgrund für den Rückgang: Die Aktivität anderer Atemwegserkrankungen ist laut dem RKI in der abgelaufenen Wintersaison auf einem so niedrigen Niveau wie noch nie. Insbesondere in den Jahren 2017 und 2018 waren die Sterbefallzahlen durch starke Grippewellen in den ersten Monaten des Jahres deutlich erhöht. Diese Entwicklungen spiegeln sich auch im Durchschnitt der Sterbefallzahlen für die Vorjahre wider.

In Estland gibt es gemäss dem EuroMOMO-Netzwerk für die aktuelle Woche hingegen eine «moderate Übersterblichkeit», in Belgien und Griechenland eine «niedrige Übersterblichkeit».

Hast du oder hat jemand, den du kennst, Mühe mit der Coronazeit?

Hier findest du Hilfe:

BAG-Infoline Coronavirus, Tel. 058 463 00 00

BAG-Infoline Covid-19-Impfung, Tel. 058 377 88 92

Dureschnufe.ch, Plattform für psychische Gesundheit rund um Corona

Branchenhilfe.ch, Ratgeber für betroffene Wirtschaftszweige

Pro Juventute, Beratung für Kinder und Jugendliche, Tel. 147

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