Aktualisiert 04.12.2014 11:35

Stade de Suisse«Auch in Zürich spricht man nur vom Wankdorf»

Das Stade de Suisse soll wieder Stadion Wankdorf heissen. Dies fordern YB-Fans seit Dienstag auf einer Webseite. Unterstützung erhalten sie nicht nur von YB-Fans.

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mub/smü
Das Stade de Suisse soll wieder zum Stadion Wankdorf werden. Auch bei den 20-Minuten-Lesern schlägt das Herz für den alten Namen.

Das Stade de Suisse soll wieder zum Stadion Wankdorf werden. Auch bei den 20-Minuten-Lesern schlägt das Herz für den alten Namen.

Das Stadion Wankdorf soll wieder zum Leben erweckt werden. In einer eigens dazu aufgeschalteten Website haben die beiden Fanvereine Ostkurve Bern und Gäubschwarzsüchtig eine Online-Petition für den Namenswechsel gestartet. Bereits am zweiten Tag unterstützen über 5000 Fans die Forderung.

Auch bei den 20-Minuten-Lesern stösst die Petition auf offene Ohren: Bis am Donnerstagmorgen forderten 83 Prozent der 3700 Teilnehmer der 20-Minuten-Umfrage die Rückbenennung des Berner Stadions in «Wankdorf». Gerade mal 10 Prozent wollen weiterhin ins Stade de Suisse pilgern – und 7 Prozent ist der Name egal, solange die Young Boys Tore schiessen.

Die YB-Fans hätten sowieso nie vom Stade de Suisse gesprochen, meint etwa 20-Minuten-Leser Bäri. Er und die anderen Fans gingen Sonntag für Sonntag ins Wankdorf. Und auch Leser Zürcher findet, dass es an der Zeit sei, zum Altbewährten zurückzukehren: «Auch in Zürich spricht man nur vom Wankdorf.» Leser Leo hält den «international klingenden» Namen Stade de Suisse für überflüssig, «solange sie auf Kunstrasen spielen».

«Wer das Geld hat, darf entscheiden»

Trotzdem meldeten sich auch einige wenige Gegner der Petition zu Wort. So rät Leser Urs S. den «Umbenennern», das Stadion zurückzukaufen und auf Sponsoren zu verzichten, die den Stadionnamen vorgeben: «Wer das Geld hat, darf entscheiden.» Und User Daniel fragt sich, ob die YB-Anhänger denn «keine anderen Sorgen» als den Stadionnamen hätten und es sich bei den Initianten um «wirkliche Fans oder einfach Provokateure» handle. Auch Usain B. hält die Petition für eine Schnapsidee: Er bezweifelt, dass YB mit neuem Stadionnamen besser spielen würde.

Beim Stade de Suisse weiss man von der Petition für die Umbenennung, hält sich aber noch bedeckt. «Wir nehmen die Anliegen der Fans ernst. Aber wir wollen uns alle Optionen offenhalten», sagte Sprecher Albert Staudenmann am Mittwoch. Derzeit sei man in Gesprächen mit potenziellen Sponsoren.

Die Umbenennung vom Wankdorf Stadion in Stade de Suisse hatte im April 2003 für rote Köpfe gesorgt. Die Wankdorf Nationalstadion AG begründete den Entscheid damals damit, dass sich die neue Fussball-Arena mit dem Namen national und international ausgezeichnet vermarkten lasse.

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