Aktualisiert 24.05.2007 15:09

Auch Jan Ullrich reagiert

Jan Ullrich hat seine Schlüsse aus den diversen Doping-Geständnissen gezogen. Er hat seinen Anwalt gefeuert - oder war es umgekehrt?

«Wir müssen begreifen, dass man nicht mit über die Pyrenäen mit 40 Stundenkilometern als Radfahrer fahren kann», erklärte Ullrichs Anwalt Peter-Michael Diestel am Donnerstagmorgen im ZDF. Kurz darauf realtivierte er jedoch sogleich: «Ullrich brauchte bei seinem grossen Talent nicht zu dopen.»

Gemäss Ullrich-Manager Wolfgang Strohband hat sein Schützling auch auf die Aussagen seiner ehemaligen Teamkollegen reagiert: «Wir haben Diestel das Mandat entzogen. Er darf nicht mehr für uns sprechen.»

Anders sah dies Diestel. «Es gab Meinungsverschiedenheiten. Ich habe mein Mandat niedergelegt. Wer was anderes behauptet, den verklage ich», der Rechstanwalt in der «Bild».

Sechs Fahrer haben gestanden

Mit dem Dänen Brian Holm outete sich am Donnerstag ein weiterer ehemaliger Telekom-Fahrer als Doping-Sünder. Er habe 1996 zwei Mal mit EPO gedopt, sagte Holm in der Internet-Ausgabe der dänischen Zeitung «Politiken Newspaper». Holm ist derzeit Sportlicher Leiter im Team T-Mobile. Mit Bert Dietz, Christian Henn, Udo Bölts, Rolf Aldag, Erik Zabel und Brian Holm haben nun schon sechs ehemalige Telekom-Fahrer den Gebrauch von Dopingmitteln zugegeben.

(fox/si)

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