Ukraine-Krieg – Auch Lindt & Sprüngli schliesst Shops in Russland vorerst

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Ukraine-KriegAuch Lindt & Sprüngli schliesst Shops in Russland vorerst

Über die letzten Tage ist der öffentliche Druck auf westliche Unternehmen immer grösser geworden. Lindt & Sprüngli reagiert und stellt den Betrieb in Russland vorerst ein. 

von
Dominik Fischer
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Lindt & Sprüngli stellt bis auf weiteres die Geschäftstätigkeit in Russland ein. Das gab das Schweizer Unternehmen am 9. März 2022 bekannt.

Lindt & Sprüngli stellt bis auf weiteres die Geschäftstätigkeit in Russland ein. Das gab das Schweizer Unternehmen am 9. März 2022 bekannt.

20min/Sonja Mulitze
Am Tag zuvor hatte der Lindt & Sprüngli-CEO Dieter Weisskopf verkündet, die Geschäfte in Russland laufen zu lassen.

Am Tag zuvor hatte der Lindt & Sprüngli-CEO Dieter Weisskopf verkündet, die Geschäfte in Russland laufen zu lassen.

IMAGO/Geisser
Nun soll damit Schluss sein – Lindorkugeln wird es in Russland vorerst nicht mehr geben. 

Nun soll damit Schluss sein – Lindorkugeln wird es in Russland vorerst nicht mehr geben. 

Markus Forte

Darum gehts

Lindt & Sprüngli rudert zurück: Das Schweizer Unternehmer schliesst seine Shops in Russland und stellt sämtliche Schokoladenlieferungen ein. Noch am Dienstag hatte CEO Dieter Weisskopf in einer Medienkonferenz bekannt gegeben, die acht Shops in Russland würden geöffnet bleiben, wie 20Minuten berichtete. Man leiste aber «selbstverständlich allen Sanktionen, die beschlossen wurden, Folge», hatte Weisskopf hinzugefügt. 

Nur einen Tag später änderten sich jedoch die Töne des Schweizer Traditionsunternehmens. So heisst es in einer Medienmitteilung vom Mittwoch: «Wir haben unsere Geschäftstätigkeit in Russland neu evaluiert und uns dazu entschlossen, vorübergehend unsere Shops per sofort zu schliessen sowie sämtliche Lieferungen nach Russland einzustellen. Unsere eigenen Mitarbeitenden vor Ort erhalten weiterhin unsere Unterstützung und wir bleiben im engen Kontakt mit ihnen.» Mit der Schliessung der russischen Geschäftsstellen reagiert das Unternehmen auf den grossen medialen und öffentlichen Druck.

Auf Twitter kam es zu Boykottaufrufen

 Auch Coca-Cola und McDonald’s hatten in den letzten Tagen unter öffentlicher Kritik und Boykottaufrufen auf Twitter ihr Geschäft in Russland eingestellt. McDonald’s gab sogar bekannt, ihre 62’000 russischen Mitarbeitenden weiter zu bezahlen, «die ihr Herz und ihre Seele in unsere Marke McDonald’s gesteckt haben».

Lindt & Sprüngli spricht in der Medienmitteilung ebenfalls davon, ihre russischen Mitarbeitenden zu unterstützen. Ob dies bedeutet, dass das Unternehmen die Löhne fortzahlen wird, geht aus der Mitteilung jedoch nicht hervor.

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