Kinderprostitution: Auch Obwalden will Erhöhung des Schutzalters
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KinderprostitutionAuch Obwalden will Erhöhung des Schutzalters

Die Bestrebungen, das Schutzalter in der Schweiz auf 18 Jahre zu erhöhen, stossen im Kanton Obwalden auf Anklang. Die Regierung spricht sich für die Erhöhung aus.

Die Obwaldner Regierung will Kinder besser vor sexueller Ausbeutung und sexuellem Missbrauch schützen. In ihrer am Donnerstag publizierten Stellungnahme an das Bundesamt für Justiz spricht sie sich für eine Erhöhung des Schutzalters auf 18 Jahre aus.

Heute liegt das Schutzalter in der Schweiz bei 16 Jahren. Ab diesem Alter können Jugendliche Sex gegen Geld anbieten, ohne dass sich der Freier strafbar macht. Bereits 2010 beschloss der Bundesrat, die Europaratskonvention zum Schutz von Kindern vor sexueller Ausbeutung (Lanzarote-Konvetion) zu unterzeichnen und das Schutzalter zu erhöhen.

Künftig soll sich strafbar machen, wer gegen Bezahlung sexuelle Dienste von unter 18-Jährigen in Anspruch nimmt. Im Rahmen der Vernehmlassung hat sich nun die Obwaldner Regierung für die entsprechende Änderung des Strafgesetzbuches und die Umsetzung der Lanzarote-Konvention ausgesprochen. (sda)

Bei sexueller Ausbeutung nicht wegsehen

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