Aktualisiert 05.07.2012 15:28

VCS-KampagneAuch «rasen light» kann tödlich sein

Selbst wer nicht mit 200 km/h durch die Strassen brettert, kann mit seiner Fahrweise töten. Der VCS nimmt mit seiner neuen Kampagne explizit die «normalen» Autofahrer in die Mangel.

von
jbu

Der Verkehrs-Club der Schweiz (VCS) appelliert mit seiner neuen Kampagne nicht an Raser, sondern an den durchschnittlichen Autofahrer. Bereits geringe Tempoüberschreitungen könnten bei einer Kollision mit einem Fussgänger über Leben oder Tod entscheiden, ist die Botschaft. «Schon zehn km/h mehr auf dem Tacho verdoppeln das Todesrisiko für Fussgänger», sagte Kampagnenleiter Michael Rytz an einer Medienkonferenz. Für viele Leute sei eine solche Tempoüberschreitung jedoch nur ein Kavaliersdelikt.

Jeder fünfte Schweizer Autofahrende sei innerorts zu schnell unterwegs. Mit der Kampagne «10 zu viel ist viel zu viel» wolle der VCS genau diese Leute sensibilisieren. Die meisten Verkehrsunfälle würden von geringen Tempoüberschreitern verursacht, sagte VCS-Präsidentin Franziska Teuscher.

Faule Ausreden lässt der VCS dabei nicht gelten: Gemäss den Kampagnenführern ist Eile einer der häufigsten Gründe für überhöhte Geschwindigkeit. Vom VCS in Auftrag gegebene GPS-Messfahrten zeigten aber, dass der Reisezeitgewinn bei einer offensiven Fahrweise verschwindend klein sei. (jbu/sda)

Der Rekordraser

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