Aktualisiert 26.07.2011 10:58

Frankreich spart

Auch Sarkozys Christbaum ist zu teuer

Die Party für 800 000 Franken wurde schon gestrichen. Nun ist auch der 400 000-Franken-Weihnachtsbaum des französischen Präsidenten Sarkozy ins Visier der Rechnungsprüfer geraten.

Als nächstes kommt der Weihnachtsbaum dran: Der französische Präsident Sarkozy - hier an der Weihnachtsparty am 16. Dezember 2009 – muss sparen.

Als nächstes kommt der Weihnachtsbaum dran: Der französische Präsident Sarkozy - hier an der Weihnachtsparty am 16. Dezember 2009 – muss sparen.

Der französische Präsident Nicolas Sarkozy muss mehr sparen: Der haushohe Christbaum, den der Staatschef zu Weihnachten im Innenhof des Elyséepalastes aufstellen liess, missfällt dem französischen Rechnungshof.

Zwar seien die Betriebskosten des französischen Präsidialbüros über das vergangene Jahr im Vergleich zu 2009 gesunken, stellte der Rechnungshof in seinem Jahresbericht fest.

Rauschende Party für 815 000 Franken

Allein dadurch, dass die traditionelle Gartenparty zum Nationalfeiertag mit hunderten Gästen im Garten des Elysée gestrichen wurde, spare Sarkozy bei den Elysée-Ausgaben 700 000 Euro (rund 815 000 Franken) im Jahr. Aber das Präsidialamt müsse nach weiteren Sparmöglichkeiten suchen und auch dafür sorgen, dass seine Ausgaben besser nachvollziehbar würden.

Neben den Kurzreisen des Staatschef seien zum Beispiel auch die Kosten des Christbaums reichlich hoch, rechneten die Kontrolleure vor - er schlägt allein mit 335 000 Euro (390 000 Franken) zu Buche. Insgesamt werde der Haushalt aber «strenger» geführt als noch vor wenigen Jahren, befand der Rechnungshof.

Millionenteure Umfragen

Zwei Jahre zuvor hatte der Jahresbericht zu heftiger Kritik an der Haushaltsführung des Elysées geführt, vor allem weil Sarkozys Büro mehrere Millionen Euro für dutzende Meinungsumfragen ausgegeben hatte, die in regierungsfreundlichen Medien veröffentlicht wurden - zudem waren die Aufträge nicht öffentlich ausgeschrieben worden, stattdessen strich der Sarkozy nahestehende Kommissionsberater Patrick Buisson satte Honorare dafür ein. (sda)

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