Auch Siege können Trainer Rohr kaum mehr retten
Aktualisiert

Auch Siege können Trainer Rohr kaum mehr retten

Trotz heftiger Kritik: Gernot Rohr (53) wird am Sonntag in St. Gallen noch YB-Trainer sein. Aber die Zukunft in Bern gehört dem Deutsch-Franzosen nicht mehr. In der Kritik steht auch Sportchef Marcel Hottiger.

Gernot Rohr spürt offenbar, dass seine Zeit in Bern abläuft. «Wenn wir dann noch zusammen sind», schloss er an der Medienkonferenz nach der Pleite gegen GC vielsagend. Gestern kümmerte er sich zuerst um sein Team. Dann hielt er im Hotel Bern ein Referat zum Thema «Was Hoteldirektoren von Fussballtrainern lernen können und umgekehrt.» Rohr, selber Hotelbesitzer, sagte wohl nicht ohne Ironie, man müsse den Job so machen, als wäre man in zehn Jahren noch da.

Derweil führte Marcel Hottiger viele Einzelgespräche mit den Spielern. «Die Mannschaft ist nicht zerrüttet. Ich traue ihr zu, dass sie gestärkt aus dieser Krise findet», so das Fazit des YB-Sportchefs. Hottiger appelliert, Ruhe zu bewahren. «Im Moment ist es noch vertretbar, an Gernot Rohr festzuhalten.»

Auch Stefan Niedermaier, Stadion-CEO und VR-Mitglied von YB, bestätigt: «Er ist in St. Gallen sicher noch Trainer.» Niedermaier verheimlicht indes nicht, dass auch er sich vom Saisonstart einiges mehr erhofft hat: «Denn das Umfeld hat alles – zumindest viel – gemacht, damit die Mannschaft Erfolg haben kann.»

Dass das mit Rohr gelingt, glauben immer weniger. Bleibt die Frage, wann und durch wen Rohr und wohl auch Hottiger abgelöst werden. Liechtensteins Naticoach Martin Andermatt ist ein Kandidat. Und wie immer wird auch Pierre-André Schürmann genannt.

(pbt/ahu)

Deine Meinung