Studie aus Freiburg: Auch Tiere können lachen

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Studie aus FreiburgAuch Tiere können lachen

Hunde ziehen Ohren und Oberlippe zurück, Gorillas verziehen ihr Gesicht: Auch Tiere können lachen, wenn sie sich freuen.

von
rom
Orang-Utans drücken ihre Freude ähnlich aus wie die Menschen. (Key)

Orang-Utans drücken ihre Freude ähnlich aus wie die Menschen. (Key)

Wenn Menschen gekitzelt werden oder einen Witz hören, müssen sie lachen. Ausgelöst wird das von einem entwicklungsgeschichtlich primitiven Hirnbereich. Dieser übermittelt die Erregung dem zentralen Höhlengrau im Mittelhirn. Von dort werden dann mimische Muskulatur, Stimmbänder und Atmung aktiviert und kontrolliert.

Dies zeigt eine neue Studie der Universität Freiburg. Die Hirnforscher haben zudem herausgefunden, dass ­Säugetiere einen ähnlichen Schaltkreis im Gehirn aufweisen. Will heissen: Auch Tiere kennen eine Art Lachen, und dieses wird ähnlich ausgelöst wie bei den Menschen.

Für Tierpsychologin und Zoologin Sonja Doll ist dies keine Überraschung: «Wir sind schliesslich stammesgeschichtlich verwandt.» Bekannt sei etwa, dass gewisse Hunde lachen könnten. «Aber ­natürlich nicht, weil man ­ihnen einen Witz erzählt, sondern beispielsweise aus Erregung bei der Begrüssung», sagt Doll. Dabei zögen Hunde die Oberlippe und die Ohren zurück und klapperten manchmal mit dem Kiefer. Auch Menschenaffen können lachen: «Bei spielenden ­Gorillas spricht man vom Lachgesicht als positive Emotion», sagt Robert Zingg, Kurator des Zoos Zürich.

«Ich bin diesbezüglich aber vorsichtig – wir Menschen interpre­tieren viel hinein in Regungen, die uns bekannt ­vorkommen.» Viele Tiere hätten schon gar nicht die ­mimischen Möglichkeiten, um eine Art Lachen aus­zudrücken. Zingg: «Dennoch bin ich überzeugt, dass auch Tiere Humor ­haben.» (rom/20 Minuten)

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