Kurzfristige Absage – Auch Winteruniversiade fällt Corona zum Opfer
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Kurzfristige AbsageAuch Winteruniversiade fällt Corona zum Opfer

Am 11. Dezember hätte die Winteruniversiade in Luzern eröffnet werden sollen. Die Entwicklung der Pandemie und Einreisebeschränkungen verunmöglichen dies nun.

von
Daniela Gigor
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Die Winteruniversiade in Luzern ist definitiv wegen Corona abgesagt worden. Das Maskottchen Wuli wird nicht mehr vor der Kapellbrücke posieren können. 

Die Winteruniversiade in Luzern ist definitiv wegen Corona abgesagt worden. Das Maskottchen Wuli wird nicht mehr vor der Kapellbrücke posieren können.

OK Winteruniversiade 
Geplant war, dass die Winteruniversiade an verschiedenen Orten, wie etwa in Andermatt, hätte stattfinden sollen. 

Geplant war, dass die Winteruniversiade an verschiedenen Orten, wie etwa in Andermatt, hätte stattfinden sollen.

Valentin Luthiger 
Auch Engelberg wäre als Austragungsort vorgesehen gewesen. 

Auch Engelberg wäre als Austragungsort vorgesehen gewesen.

Engelberg-Titlis 

Darum gehts

«Wir sind betrübt und bedauern sehr, dass wir die Athletinnen und Athleten aus aller Welt, die sich intensiv auf ihre Wettkämpfe vorbereitet haben, nicht wie geplant bei uns willkommen heissen dürfen», sagt Guido Graf, OK-Präsident der Winteruniversiade und Luzerner Regierungsrat.

Die neu entdeckte Virusvariante Omikron wurde von der Weltgesundheitsorganisation WHO als besorgniserregend eingestuft. Um eine Verbreitung der neuen Virusvariante in der Schweiz zu verhindern oder zumindest zu verlangsamen, hat der Bund unter anderem Einreisebeschränkungen für verschiedene Länder verfügt und diverse Länder auf die Quarantäneliste gesetzt.

Aus heutigem Stand müssten viele Teilnehmende in Quarantäne

Aufgrund dieser behördlichen Auflagen ist die Durchführung der Winteruniversiade 2021 nicht möglich. Zum einen haben die Massnahmen Einfluss auf die an der Winteruniversiade teilnehmenden Delegationen. Gemäss heutigem Stand sind Australien, Belgien, Dänemark, Grossbritannien, die Niederlande, Hongkong, Israel und Tschechien von der zehntägigen Quarantäne betroffen.

Weitere Länder werden mit hoher Wahrscheinlichkeit dazukommen, schreiben die sechs Zentralschweizer Kantone und die Stadt Luzern, welche gemeinsam als OK auftreten, in einer Mitteilung am Montag. Zum anderen gelten diese Einreisebestimmungen auch für Fachkräfte in verschiedensten Bereichen des Anlasses wie beispielsweise Zeitmessung oder TV-Produktion.

Winteruniversiade war schon im Januar 2021 geplant

«Wir sind unglaublich traurig, dass wir diesen grossartigen Anlass nicht durchführen können und bedanken uns bei allen, die in den vergangenen Jahren so viel geleistet und investiert haben. Wir sind überzeugt, dass Luzern 2021 trotz der Absage ein langfristiges Vermächtnis für den Schweizer Sport hinterlassen wird», sagt Mike Kurt, Präsident Swiss University Sports.

Die Winteruniversiade steht unter keinem guten Stern. Sie hätte bereits vom 21. bis am 31. Januar 2021 stattfinden sollen. Ebenfalls wegen Corona wurde sie aber verschoben. An den alle zwei Jahre stattfindenden Studentensportspielen nehmen gegen 1600 Athleten und Athletinnen im Alter zwischen 17 und 28 Jahren sowie fast ebenso viele Betreuer und Betreuerinnen und Offizielle aus 50 Nationen und 540 Bildungsstätten teil. Die Winteruniversiade mit über 1000 freiwilligen Helfern und Helferinnen gilt nach den Olympischen Spielen als zweitgrösster Multi-Sport-Anlass im Winter.

Ob es nun für Studierende Änderungen gibt, ist noch offen

Aufgrund der Universiade hätten die Studierenden der Uni Luzern ab Dezember wieder mehrheitlich auf Präsenzunterricht verzichten müssen. Auch Prüfungen wurden auf alternative Standorte ausserhalb des Uni-Gebäudes verschoben. Auf Anfrage von 20 Minuten konnte die Universität noch keine Auskunft geben, ob es für die Studierenden nun wieder Änderungen gebe. Man prüfe derzeit verschiedene Szenarien und werde dann bekannt geben, ob sich etwas ändern werde.

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