Audi testet den RS Q E-Tron bei Hitze und Sandstürmen
Audi hat das neue Fahrzeug in Marokko für die Rallye Dakar getestet.

Audi hat das neue Fahrzeug in Marokko für die Rallye Dakar getestet.

Autdi
Publiziert

RS Q E-TronAudi testet sein elektrisches Offroad-Monster bei Hitze und Sandstürmen

Audi debütiert im Januar 2022 bei der berühmten Rallye Dakar. Dafür wurde der RS Q e-tron fast zwei Wochen lang in Marokko unter extremsten Bedingungen getestet.

von
Ben Wiesner

1978 wurde die erste Rallye Dakar durchgeführt – damals hiess sie Rallye Paris-Dakar und wurde bis 2007 einmal jährlich vorwiegend auf dem afrikanischen Kontinent ausgetragen. Nach Terrordrohungen im Jahr 2008 wurde die Rallye abgesagt und ab 2009 bis 2019 nach Südamerika verlegt, hiess aber weiterhin Rallye Dakar. Seit 2020 findet das mehrtägige Spektakel wieder in Afrika statt, genauer in den Wüsten Saudi-Arabiens.

Elektrisch angetrieben

Audi debütiert an der Rallye Dakar 2022 mit einem Fahrzeug, das Aufsehen erregt. Denn der RS Q e-tron verfügt über einen elektrischen Antrieb mit zwei Motor-Generator-Einheiten (MGU) aus der Formel E. Seine Hochvoltbatterie wird während der Fahrt über einen Energiewandler aufgeladen, der aus einem Turbobenzinmotor aus der DTM und einer weiteren MGU besteht. Dieses Antriebskonzept ist einzigartig in der Rallye-Geschichte. Nach Testfahrten in Deutschland und Spanien ging es nun zur Erprobung erstmals in die Wüste, und zwar in den Sanddünen Marokkos. Dabei kamen erneut alle drei Fahrerteams zum Einsatz: Dakar-Rekordsieger Stéphane Peterhansel, Carlos Sainz und Mattias Ekström wechselten sich am Steuer des sehenswerten Prototyps ab.

Mit dem elektrisch angetriebenen RS Q e-tron debütiert Audi im Januar an der Rallye Dakar in Saudi Arabien. 

Mit dem elektrisch angetriebenen RS Q e-tron debütiert Audi im Januar an der Rallye Dakar in Saudi Arabien.

Audi
Die Hochvoltbatterie wird während der Fahrt über einen Energiewandler aufgeladen, der aus einem Turbobenzinmotor und einer MGU besteht. 

Die Hochvoltbatterie wird während der Fahrt über einen Energiewandler aufgeladen, der aus einem Turbobenzinmotor und einer MGU besteht.

Audi
Dakar-Rekordsieger Stéphane Peterhansel mit Beifahrer Édouard Boulanger sind eine von drei Fahrerpaarungen im Elektro-Racer.

Dakar-Rekordsieger Stéphane Peterhansel mit Beifahrer Édouard Boulanger sind eine von drei Fahrerpaarungen im Elektro-Racer.

Audi Communications Motorsport

Die Bedingungen, die das Testteam in Marokko vorfand, waren zum Teil extrem. «Das Thermometer kletterte zeitweise auf weit über 40 Grad Celsius», sagt Sven Quandt, Teamchef von Q Motorsport. «Auch Sandstürme behinderten die Testfahrten. Bei den hohen Temperaturen traten zudem erwartungsgemäss einige neue Probleme auf, die immer wieder für Testunterbrechungen sorgten und die es bis zum nächsten Test zu lösen gilt.» In Saudi Arabien werden im Januar deutlich niedrigere Temperaturen erwartet. «Wir sind dennoch bewusst nach Marokko gegangen, um unser Konzept unter extremsten Bedingungen zu erproben», erklärt Andreas Roos. Die MGU, das Getriebe und andere Komponenten wurden durch die Hitze an ihre Grenzen oder auch darüber belastet. «Die Erkenntnisse, die wir in Marokko gewonnen haben, sind sehr wertvoll. Sie zeigen uns aber auch, dass wir bis zur Rallye Dakar noch eine Menge zu tun haben und die Zeit knapp wird.»

Perfektion beim Aufbau

Parallel zum Test begann bei Audi Sport in Neuburg bereits der Aufbau des ersten Einsatzfahrzeugs mit der Chassisnummer 104. «Beim Testträger handelt es sich um einen Prototyp, bei dem noch nicht alles perfekt passte», sagt Benedikt Brunninger, Projektmanager für die Rallye Dakar. «Bei den Einsatzfahrzeugen streben wir bei der Passgenauigkeit absolute Perfektion beim Aufbau an.» Die Rallye Dakar 2022 in Saudi Arabien startet am 1. Januar mit dem Prolog.

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