Solarstrom: Auf Basels Dächern wird aufgerüstet
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SolarstromAuf Basels Dächern wird aufgerüstet

Die Stadt Basel hat in Sachen Solarenergie die Nase vorn. Und in den nächsten Jahren sind Hunderte weiterer Anlagen geplant.

von
hys/sab
Heiner Plattner mit der neuen Photovoltaik-Anlage. Foto: hys

Heiner Plattner mit der neuen Photovoltaik-Anlage. Foto: hys

Die neuste Solaranlage am Itelpfad geht dieser Tage ans Netz. «Die über 1100 Quadratmeter grosse Anlage liefert Strom für rund sechzig Prozent der Haushalte in den beiden Wohnblöcken», so Energie-Ingenieur Heiner Plattner. Die Anlage ist der Start zu einem gross angelegten Projekt: Im Februar hat die Regierung angekündigt, auf eigene Rechnung möglichst viele der Immobilien, die dem Kanton gehören, mit Solarzellen zu bestücken. Mittlerweile ist klar: Rund 20 Prozent der Gebäude sind solartauglich, darunter Schulhäuser, Verwaltungsgebäude und grosse Mehrfamilienblocks: «Rein flächenmässig sind wir sogar noch deutlich über den zwanzig Prozent», so Rolf Borner von den Immobilien Basel-Stadt. Insgesamt rechnet er mit Investitionen von rund 30 Millionen Franken für das schweizweite Pionierprojekt.

Und der Kanton ist nicht ­allein: Immer mehr Firmen und Private stellen sich eine Solaranlage aufs Dach. «Als Kanton sind wir ganz vorne dabei», so Thomas Fisch vom Amt für Umwelt und Energie. Nicht ohne Grund: «Durch die guten Rahmenbedingungen kriegt man derzeit kaum irgendwo so viel Geld für seinen Solarstrom wie in Basel», so Fisch. Mittlerweile produzieren alle Anlagen zusammen 3600 Kilowatt Strom – genug für 900 Haushalte. In den nächsten drei Jahren soll diese Zahl verdreifacht werden. (hys/sab/20 Minuten)

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