Aktualisiert 01.08.2006 23:55

Auf Cézannes Spuren in der zauberhaften Provence

Die Landschaften der Provence haben Cézanne zu Meisterwerken inspiriert. 100 Jahre nach seinem Tod ehrt eine Ausstellung sein Lebenswerk – die malerische Reise lohnt sich.

Wir setzen uns in Genf in den TGV, und nur gut dreieinhalb Stunden später stehen wir am Vieux Port in Marseille und lassen uns vom bunten Treiben in Ferienstimmung versetzen. Nach einem Pastis in einem Café am Hafen gehts zu Fuss auf Entdeckungstour. Die engen Gässchen des Altstadtquartiers Panier sind vom Tourismus noch herrlich unberührt und haben ihren ursprünglichen Charakter bewahrt.

Unterwegs probieren wir die feinen Navettes, eine Marseiller Gebäckspezialität mit Orangenblütenduft. Später geniessen wir vom Hügel der Basilique Notre-Dame-de-la-Garde die Aussicht auf die Stadt und die vorgelagerten Inseln. In Marseille, wo eine Familie in einem Jahr übrigens 10 kg Knoblauch verzehrt, ist es ein Must, den Tag bei einer Bouillabaisse und einem Wein aus der Umgebung ausklingen zu lassen. Am nächsten Morgen sehen wir am Vieux Port den Fischern zu, wie sie das noch krabbelnde Meeresgetier für den Markt aus den Booten laden.

Die Landschaften der Provence waren auch Inspirationsquelle für den vor 100 Jahren verstorbenen Maler Paul Cézanne. Auf seinen Spuren gehts deshalb ins ehemalige Fischerdorf L'Estaque unweit von Marseille,

wo wir auf dem Malerrundgang die Orte erkunden, deren Farben und Licht auf Cézannes Meisterwerken festgehalten sind.

Eingestimmt auf den Höhepunkt unserer Reise fahren wir ins nahe Aix-en-Provence: Die Ausstellung «Cézanne in der Provence» im Musée Granet ist ein einmaliger Genuss. In Aix lassen wir uns auf dem Markt nochmals von den Düften der Provence einlullen – und kaufen eine Schachtel Calissons (Mandelgebäck), ums uns den Abschied zu versüssen!

Cordula Hawes

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