Aktualisiert 31.10.2011 13:08

KOF-BeschäftigungsindikatorAuf dem Arbeitsmarkt wird es enger

In der Industrie, im Baugewerbe, im Detail- und Grosshandel sowie im Bankwesen haben sich die Beschäftigungsaussichten eingetrübt, im Gastgewerbe sogar deutlich.

Auch im Baugewerbe trüben sich die Beschäftigungsaussichten ein.

Auch im Baugewerbe trüben sich die Beschäftigungsaussichten ein.

Die Verunsicherung über die wirtschaftliche Entwicklung hat den Schweizer Arbeitsmarkt erreicht. Der Beschäftigungsindikator des Konjunkturforschungsinstituts KOF der ETH Zürich ist erstmals seit Anfang 2010 negativ.

Der Indikator sank von 3.0 im Juli auf -4.5 Zähler im Oktober, wie die KOF am Montag mitteilte. Der negative Stand deute darauf hin, dass die Beschäftigung in der Schweiz in den nächsten Monaten wohl sinke.

Ausnahme Versicherungen

Beide Komponenten des Indikators sind negativ: So beurteilen die Unternehmen einerseits ihre gegenwärtige Beschäftigung als zu gross («Beschäftigungsurteil»: -4.0). Andererseits fallen auch die Erwartungen über die Beschäftigungsentwicklung in den nächsten drei Monaten negativ aus («Beschäftigungserwartungen»: -5.0).

Die Beschäftigungsindikatoren sind in allen Branchen ausser im Versicherungswesen gefallen. Positiv sind sie nur noch bei den Versicherern und bei Dienstleistungsunternehmen. Zumindest hier kann laut KOF ein leichter Beschäftigungsanstieg erwartet werden.

Stellenabbau

Dagegen haben sich in der Industrie, im Baugewerbe, im Detail- und Grosshandel und im Bankwesen die Beschäftigungsaussichten eingetrübt, im Gastgewerbe sogar deutlich. Hintergrund seien nicht nur saisonale Effekte, sondern vermutlich auch die sinkende Nachfrage aus dem Ausland sowie die Frankenstärke.

Wegen der schlechteren beziehungsweise unsicheren Ertragslage dürften viele Unternehmen deshalb mit Anstellungen in den nächsten Monaten zuwarten oder gar gezwungen sein, Stellen abzubauen, schreibt die KOF.

(sda)

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