Vorwürfe gegen Flughafen: «Auf dem Belpmoos geht es zu langsam vorwärts»
Aktualisiert

Vorwürfe gegen Flughafen«Auf dem Belpmoos geht es zu langsam vorwärts»

Der Machtkampf um den Flughafen geht weiter: Skywork will weiter an der Kostenschraube.

von
Adrian Müller
Skywork will auf dem Belpmoos hoch hinaus bei - bei tieferen Kosten.

Skywork will auf dem Belpmoos hoch hinaus bei - bei tieferen Kosten.

Die Skywork-Investoren um Rolex-SprossDaniel Borer setzen den Flughafen massiv unter Druck: «Wir fordern bereits ab Januar tiefere Landegebühren, die Zeit drängt», so Borer, der sich an der Medienkonferenz erstmals als Airline-Chef betitelte. Um den Forderungen Nachdruck zu verleihen, hat der 46-Jährige mit Investoren bereits 40 Prozent des Aktienkapitals der Betreibergesellschaft Alpar übernommen und verschiedene Arbeitsgruppen eingesetzt, um etwa den Verwaltungsrat nach seinem Gusto umzubesetzen.

Ziel der ganzen Übung sei, «Synergien in Millionenhöhe» zu schaffen. «Auf dem Belpmoos geht es einfach zu langsam vorwärts», so Borer. Konkrete Pläne zum Ausbau des Flughafens oder der besseren Nutzung der Infrastruktur nannte der Rolex-Erbe allerdings keine.

«Innere Blutung von Skywork stoppen»

Genauer äussert sich der Alpar-VR-Präsident Fritz Grossniklaus, der in Bedrängnis geraten ist: «Wir können uns etwa vorstellen, im Terminal Firmen-Events durchzuführen. Oder einen grossen Belpmoos-Lauf auf die Beine zu stellen.» Der Alpar mache das forsche Vorgehen von Skywork Sorgen, unter der ungewissen Zukunft litten auch die Angestellten: «Wir sitzen alle im gleichen Boot. Aber Skywork schreibt nach wie vor Verlust. Das ist wie eine innere Blutung, die gestoppt werden muss. Das ist eine grosse Herausforderung», so Grossniklaus.

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