Bis zum Stadion-Baustart: Stadt will auf dem Hardturm-Areal eine Unterkunft für 320 Geflüchtete bauen

Publiziert

Bis zum Stadion-BaustartStadt will auf dem Hardturm-Areal eine Unterkunft für 320 Geflüchtete bauen

Wegen steigender Flüchtlingszahlen hat Zürich ein Baugesuch für eine Übergangssiedlung eingereicht. Dabei betont sie: Das Projekt soll den Baustart des Stadions nicht verzögern.

von
Anna Ehrensberger
1 / 4
Hier könnte in Zukunft eine temporäre Wohnsiedlung für Geflüchtete stehen. 

Hier könnte in Zukunft eine temporäre Wohnsiedlung für Geflüchtete stehen. 

Andrea Zahler / Tamedia AG
Die Stadt Zürich hat ein solches Baugesuch eingereicht.

Die Stadt Zürich hat ein solches Baugesuch eingereicht.

20min/Michael Scherrer
Damit ein möglicher Baustart im Bedarfsfall innert sechs Monaten erfolgen könnte, hat die Stadt Zürich das entsprechende Baugesuch bereits eingereicht.

Damit ein möglicher Baustart im Bedarfsfall innert sechs Monaten erfolgen könnte, hat die Stadt Zürich das entsprechende Baugesuch bereits eingereicht.

20min/Michael Scherrer

Darum gehts

  • 320 Geflüchtete könnten künftig auf der Hardturm-Brache im Zürcher Kreis 5 unterkommen.

  • Die Stadt Zürich hat ein entsprechendes Baugesuch eingereicht.

Die Flüchtlingszahlen in Europa und der Schweiz steigen derzeit an. Nebst dem Krieg in der Ukraine, der zu einer grossen innereuropäischen Fluchtbewegung geführt hat, nimmt auch die Anzahl Geflüchteter aus anderen Weltregionen stetig zu. Eine verlässliche Prognose, wie sich die Situation in den nächsten Wochen und Monaten verändern wird und wie viele Geflüchtete allenfalls kurzfristig untergebracht werden müssen, ist schwierig.

Laut dem Sozialdepartement gibt es in Zürich aktuell noch genügend Kapazitäten, aber die Stadt ergreift trotzdem bereits Vorsorgemassnahmen, um für einen allfälligen Bedarf an zusätzlichen Unterbringungsplätzen gerüstet zu sein. Um die in den kommenden Monaten allenfalls erforderlichen zusätzlichen Unterbringungsplätze bereitstellen zu können, könnte der Bau einer Übergangswohnsiedlung nötig werden.

Soll Baustart des Stadions nicht verzögern

Als Standort für eine solche temporäre Wohnsiedlung wurde das Hardturm-Areal als am besten geeignet bewertet. Dort könnte zeitlich befristet eine Unterkunft für bis zu 320 Geflüchtete errichtet werden, die den international anerkannten humanitären Standards entspricht. Damit ein möglicher Baustart im Bedarfsfall innert sechs Monaten erfolgen könnte, hat die Stadt Zürich das entsprechende Baugesuch bereits eingereicht.

Der Betrieb dieser Unterkunft würde maximal so lange dauern, bis die Bauarbeiten für das Projekt «Ensemble» beginnen, betont die Stadt. Die Planungen der beiden Projekte seien aufeinander abgestimmt und der Baustart des Stadions werde sich aufgrund der Unterkunft «keinesfalls» verzögern.

Reserve an rund 1500 Plätzen

Derzeit verfügt die Stadt Zürich noch über eine Reserve an rund 1500 Plätzen in verschiedenen Strukturen, die für die mittel- und langfristige Unterbringung geeignet sind. Mit einem weiteren Ausbau der Unterbringungskapazität im Personalhaus Triemli um 200 Plätze – befristet bis Ende 2023 – und dem möglichen Bau der Übergangswohnsiedlung auf dem Hardturm-Areal mit potenziellen 320 Plätzen schafft die Stadt Zürich zusätzliche Reserven für einen allfällig steigenden Bedarf infolge zunehmender Fluchtbewegungen in den nächsten Monaten.

Keine News mehr verpassen

Mit dem täglichen Update bleibst du über deine Lieblingsthemen informiert und verpasst keine News über das aktuelle Weltgeschehen mehr.
Erhalte das Wichtigste kurz und knapp täglich direkt in dein Postfach.

Deine Meinung

37 Kommentare