«Slide my City»: Auf dem Schwimmreifen die Strassen hinunter
Aktualisiert

«Slide my City»Auf dem Schwimmreifen die Strassen hinunter

In Bern, Zürich und St. Gallen wird im Sommer mitten in der Stadt eine riesige Wasserrutschbahn aufgestellt. Dazu werden sogar Strassen gesperrt.

von
kaf/nab
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Im Sommer wird es in drei Schweizer Städten nass:

Im Sommer wird es in drei Schweizer Städten nass:

Silvan & Martina
In Bern, Zürich und St. Gallen werden Strassen an jeweils einem Wochenende zu Wasserrutschbahnen.

In Bern, Zürich und St. Gallen werden Strassen an jeweils einem Wochenende zu Wasserrutschbahnen.

Mallaun Photography
Ob mit Wasserreifen...

Ob mit Wasserreifen...

Silvan & Martina

Wasserratten aufgepasst: Diesen Sommer verwandeln sich Strassen in den Städten Bern, St. Gallen und Zürich jeweils für ein Wochenende in Wasserrutschbahnen. Anstatt mit Autos kommen Erlebnishungrige auf Schwimmreifen, Luftmatratzen oder auf dem Hintern den Hang hinunter. Möglich macht das die 200 Meter lange und fünf Meter breite Wasserrutsche mit zwei Bahnen, die von «Slide my City» aufgestellt wird.

Bereits im letzten Sommer fanden im Grossraum Zürich vier solche Events statt. «Es war ein Riesenhit, deshalb wollen wir es auch auf andere Schweizer Städte ausweiten», sagt Mitinitiator Matthias Kost. Insgesamt 3000 Personen können pro Wochenende die Strasse mitten in der Stadt hinunter flitzen. Kost: «Das wird super, da wird die Post abgehen.»

Startrampe in Zürich, Premieren in St. Gallen und Bern

Als erste Stadt kommt Zürich in den Genuss der Wasserrutsche. Am 2. und 3. Juli wird die Oetenbachgasse zwischen Urania und Bahnhofstrasse zur Wasserstrasse. Das Besondere in Zürich ist laut Kost die Startrampe: «Sie ist 40 Meter lang und etwa vier Meter hoch.» Damit soll das Gefälle und folglich das Tempo erhöht werden.

In St. Gallen wird die Wasserrutschbahn am 30. und 31. Juli auf der Teufenerstrasse aufgestellt. Als Letztes flitzen die Berner am 6. und 7. August den Aargauerstalden hinunter. «In St. Gallen und Bern können wir zum ersten Mal die ganzen 200 Meter der Rutsche benutzen», freut sich Kost. «Ich werde es mir nicht nehmen lassen, auch runter zu flitzen.»

Behörden vom Event überzeugt

Die Strassen bleiben in allen drei Städten während 48 Stunden für den Verkehr gesperrt. Die Behörden seien jedoch – wie in den beiden anderen Städten auch – vom Event überzeugt gewesen und hätten ihn deshalb ermöglicht.

Das bestätigt auch Roman Kohler, Mediensprecher der Stadtpolizei St. Gallen: Die Stadt St. Gallen habe davon überzeugt werden können, dass die sicherheitstechnischen, polizeilichen und organisatorischen Gegebenheiten für eine Bewilligung der Veranstaltung gegeben sind. Der untere Teil der Teufenerstrasse werde dafür gesperrt. Die Umleitungen würden jedoch signalisiert werden. Und: «Der Anlass findet in den Sommerferien statt, daher können wir mit einem geringen Verkehrsaufkommen rechnen.»

300 Personen pro Slot

Damit nicht alle gleichzeitig die Wasserrutsche besetzen, teilen die Organisatoren die Zeit in Slots von jeweils 90 Minuten ein. Pro Slot können jeweils bis zu 300 Personen die Rutschbahn benutzen. Um auf die einzelnen Bedürfnisse eingehen zu können, gibt es Familien- und Actionslots. «Familien sind eher gemächlich unterwegs, während andere gerne Tempo haben. So regt sich niemand auf», sagt Kost.

Ein Ticket für diesen Wasser-Spass kostet zwischen 12 und 21 Franken pro 90 Minuten und wird laut Kost wegen dem grossen Interesse am besten bereits im Voraus gekauft: «Wenn ich an den Andrang von letztem Jahr denke, sind die jeweils 3000 Tickets wohl bereits im Vorverkauf weg.» Mit dem verdienten Geld könnten die Kosten gerade so gedeckt werden. «Ohne Sponsoren wäre der Event aber nicht realisierbar», stellt Kost klar.

Einen Eindruck vom letzten Jahr gibt es hier:

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