Granit Xhaka: Auf dem Weg zum Rekordmann
Aktualisiert

Granit XhakaAuf dem Weg zum Rekordmann

2011 debütierte Granit Xhaka in England in der Nati. Mit nun bereits 75 Länderspielen ist er auf dem Weg, Heinz Hermann als Rekordinternationalen abzulösen.

von
Eva Tedesco
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1. Länderspiel Vor acht Jahren warf Nati-Trainer Ottmar Hitzfeld Granit Xhaka am 4. Juni 2011 ins kalte Wasser, stellte den 18-Jährigen im Wembley-Stadion in die Startelf. Das EM-Qualifikationsspiel gegen England endete 2:2.

1. Länderspiel Vor acht Jahren warf Nati-Trainer Ottmar Hitzfeld Granit Xhaka am 4. Juni 2011 ins kalte Wasser, stellte den 18-Jährigen im Wembley-Stadion in die Startelf. Das EM-Qualifikationsspiel gegen England endete 2:2.

FreshFocus/Olivier Allensbach
8. LänderspielDie Schweiz gewann in Basel ein Testspiel gegen Deutschland sensationell 5:3. Der Mann des Spiels war Eren Derdiyok mit drei Toren.

8. LänderspielDie Schweiz gewann in Basel ein Testspiel gegen Deutschland sensationell 5:3. Der Mann des Spiels war Eren Derdiyok mit drei Toren.

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18. LänderspielDank einer geschlossenen und kämpferischen Mannschaftsleistung besiegte die Schweiz die Seleção am 14. August 2013 überraschend 1:0. Den einzigen Treffer des Spiels erzielte aber ein Brasilianer: Dani Alves traf in der 48. Minute mit dem Kopf ins eigene Tor. Granit Xhaka (im Bild gegen Neymar) kam als hängende Spitze zum Einsatz.

18. LänderspielDank einer geschlossenen und kämpferischen Mannschaftsleistung besiegte die Schweiz die Seleção am 14. August 2013 überraschend 1:0. Den einzigen Treffer des Spiels erzielte aber ein Brasilianer: Dani Alves traf in der 48. Minute mit dem Kopf ins eigene Tor. Granit Xhaka (im Bild gegen Neymar) kam als hängende Spitze zum Einsatz.

FreshFocus/Andreas Meier

Das Debüt gegen England im Juni 2011

2011 debütierte Granit Xhaka mit der Schweiz im Wembley-Stadion. Am 4. Juni stand der Basler im Alter von 18 Jahren, 8 Monaten und 7 Tagen überraschend in der Startelf von Nati-Trainer Ottmar Hitzfeld und träumte davon, einmal eine tragende Rolle zu spielen. «Ich war damals bereits enorm frech, auch wenn ich noch auf einer Position spielen musste, die ich nicht so liebte. Aber der Respekt war immer da», sagt er später einmal. Das Spiel in der EM-Qualifikation endete 2:2 – dank einer Doublette Von Tranquillo Barnetta.

Das Duell gegen England im Juni 2019

2018, da ist Granit Xhaka 26-Jährig, wenn er mit der Schweiz am Sonntag in der Nations League um Platz 3 wieder gegen England antritt. Der Traum ist gewichen, die tragende Rolle immer mehr zur Realität geworden. Stetig hat Xhaka seinen Rucksack mit Erfahrung gefüllt. Der Arsenal-Star ist zur Leitfigur der Mannschaft von Nati-Coach Vladimir Petkovic gereift und trägt in Abwesenheit von Stephan Lichtsteiner die Captainbinde. Spätestens beim Rücktritt Lichtsteiners wird er sie definitiv übernehmen. Und das ist nur mehr eine Frage der Zeit. Eilig hat er es aber nicht. «Ich habe grössten Respekt vor Stephan und seiner unglaublichen Karriere», sagt Xhaka. «Steph ist der unbestrittene Captain, wenn er da ist.»

Acht Jahre und 75 Länderspiele

Wenn nicht, übernimmt er wie selbstverständlich. Mit einer natürlichen Verantwortung. An diesem 9. Juni in Portugal ist Granit 26 Jahre, 8 Monate und 14 Tage jung und hat schon 75 Länderspiele für die Schweiz bestritten. Von 84 Länderspielen seit seinem Debüt hat der Basler lediglich neun verpasst oder kam nicht zum Einsatz. Neben dem einen Jahr älteren Xherdan Shaqiri (81 Länderspiele/22 Tore) bringt Xhaka fast noch bessere Voraussetzungen mit, hinter Heinz Hermann (118), Alain Geiger (112), Stéphane Chapuisat (103) und Stephan Lichtsteiner (103) die magische 100 Länderspiele-Marke zu knacken. Hermann brauchte für seinen Rekord 13 Jahre, Geiger 16 und Chapuisat war 15 Jahre lang Nationalspieler.

Die 100-er-Marke denkbar

Fünf Jahre brauchte Xhaka nach seinem Debüt 2011 für 50 Länderspiele. So schnell war bisher kein anderer Schweizer: nicht Rekord-Nationalspieler Hermann, nicht Chapuisat und auch nicht Geiger. Macht Xhaka im gleichen Rhythmus weiter, kann er 2021 die 100er-Marke knacken. Da wäre der Regisseur noch keine 30 Jahre alt. Rechnet man im Schnitt zehn Länderspiele pro Jahr, könnte auch die Bestmarke von Heinz Hermann fallen – ungefähr im Jahr 2023.

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