Auf dem Weg zur «Vision Zero»
Aktualisiert

Auf dem Weg zur «Vision Zero»

Das Bundesamt für Strassen (ASTRA) hat in Bern 56 Massnahmen für mehr Sicherheit im Verkehr präsentiert.

Das Programm heisst «via sicura» und reicht von verbesserter Aus- und Weiterbildung bis hin zu schärferen Kontrollen.

Das Ziel ist, die Zahl der Verkehrstoten bis 2010 um die Hälfte- auf weniger als 300 pro Jahr - und die Zahl der Schwerverletzten auf weniger als 3000 pro Jahr zu senken. Der Bundesrat wird voraussichtlich Mitte 2005 über den Katalog entscheiden.

Die Massnahmen stellen einen weiteren Schritt bei der Umsetzung der «Vision Zero» dar. Die Massnahmen wurden bereits im vergangenen August in einer vorläufigen Liste publiziert. Der nun vorliegende vierte Synthesebericht schliesst sich diesen Arbeiten an.

Nullpromille und Licht am Tag

Beim Alkohol schlägt das ASTRA vor, dass Neulenker in der Probezeit und Berufschauffeure während der Arbeit nüchtern sein müssen; für sie soll die Nullpromille-Grenze gelten. Autofahrer, die alkoholisiert erwischt werden, sollen in die Nachschulung.

Führerausweise sollen zeitlich befristet und nur nach einer Weiterbildung verlängert werden. Motorfahrzeuge sollen auf der Strasse auch tagsüber immer mit Licht fahren.

Weiter sollen Velofahrer einen Helm tragen. Vorerst soll dies mit Hilfe eines Anreizsystems geschehen. Falls aber bis 2012 nur eine Minderheit beim Velofahren den Helm aufsetzt, schlägt das ASTRA ein Obligatorium vor. Auf das im August noch vorgesehene Verbot von Freisprechanlagen verzichtet das ASTRA aber nun.

(sda)

Deine Meinung