Fahrplan-Frust in Witikon: «Auf den Bus ist kein Verlass mehr»
Aktualisiert

Fahrplan-Frust in Witikon«Auf den Bus ist kein Verlass mehr»

Die Buslinie 31 fährt seit dem 10. Dezember bis nach Witikon. Doch wegen häufiger Verspätungen hat sich die Vorfreude der Anwohner in Ärger gewandelt.

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tür
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Seit dem 10. Dezember 2017 fährt die Buslinie 31 bis zur Haltestelle Kienastenwies in Zürich-Witikon.

Seit dem 10. Dezember 2017 fährt die Buslinie 31 bis zur Haltestelle Kienastenwies in Zürich-Witikon.

Die Bewohner von Witikon sind aber überhaupt nicht glücklich mit der Umsetzung. Besonders während den Stosszeiten haben die Busse teilweise bis zu 40 Minuten Verspätung. «Und nach der Rushhour kommen sie im Minutentakt», sagt ein Leser-Reporter.

Die Bewohner von Witikon sind aber überhaupt nicht glücklich mit der Umsetzung. Besonders während den Stosszeiten haben die Busse teilweise bis zu 40 Minuten Verspätung. «Und nach der Rushhour kommen sie im Minutentakt», sagt ein Leser-Reporter.

Leser-Reporter

Mit dem Fahrplanwechsel vom Sonntag, 10. Dezember 2017, hat sich auf dem Streckennetz der VBZ einiges getan. So wurde unter anderem die Buslinie 31 vom Hegibachplatz bis zur Haltestelle Kienastenwies in Zürich-Witikon verlängert. Die Buslinie 34, die bis dahin zwischen Kienastenwies und Klusplatz verkehrte, wurde somit überflüssig.

Die Freude über die Ankündigung war gross in Witikon. Umso grösser ist nun die Enttäuschung über die Umsetzung bei den Bewohnern. Denn: Seit der neuen Streckenführung sei der Bus von Witikon in die Stadt chronisch verspätet. Zwischen den Haltestellen Schlieren Zentrum und Kienastenwies trifft der 31er nämlich auf reichlich Verkehr – besonders während der Stosszeiten. «Auf den Bus ist kein Verlass mehr wie früher», sagt 20-Minuten-Leserin Barbara H., die die neue Buslinie täglich benutzt. «Mein Sohn kam am Mittwoch wegen der neuen Buslinie ganze 40 Minuten zu spät zur Schule. Das kann doch nicht sein!»

«Unpünktlicher als der ÖV in Südamerika»

Barbara H. geht noch einen Schritt weiter mit ihrer Kritik: «Ich war ein Jahr in Südamerika. Der Ruf des dortigen öffentlichen Verkehrs ist furchtbar. Aber selbst dort waren die Busse pünktlicher als die neue Linie 31.»

Mit ihrem Frust ist H. nicht allein. Zwei weitere Leser-Reporter ärgern sich ebenfalls sehr über die neue Streckenführung: «Dass eine solche Linie unzuverlässig ist, wusste man schon zu Beginn der Diskussion, da die Linie 31 regelmässig verspätet ist. Dieser Schuss konnte nur nach hinten losgehen.» Es sei in den ersten Tagen täglich zu teilweise massiven Verspätungen gekommen. «Wenn die Rushhour dann vorbei ist, kommen die Busse dafür plötzlich im Minutentakt, weil sie sich wortwörtlich aufgestaut haben», sagt ein Leser.

«Jetzt muss sich einiges ändern»

Eine direkte Buslinie ins Stadtzentrum wurde vom Quartierverein Witikon seit 1981 gefordert. Auch dort ist man nun aber der Meinung, dass die Umsetzung mangelhaft ist. «Dass wir uns für diese neue Buslinie entschieden haben, ist prinzipiell gut, aber die VBZ müssen jetzt schnellstmöglich einiges verbessern», sagt Balz Bürgisser, Präsident des Quartiervereins Witikon und Zürcher Gemeinderat.

So seien etwa die Lichtsignalanlagen am Klusplatz dringend für den Bus zu optimieren. Bürgisser: «Wir hoffen, dass auf der 31er-Strecke bald neue Busspuren gebaut werden, so dass sich der Fahrplan stabilisieren kann.»

VBZ hat erste Anpassungen vorgenommen

Laut VBZ-Sprecherin Daniela Trobler ist man sich der Verspätungen auf der Linie 31 bewusst: «Es wurden am Klusplatz bereits erste technische Anpassungen getroffen.» Da die neue Streckenführung erst seit ein paar Tagen in Betrieb sei, sei es aber noch zu früh, um weitere Massnahmen zu benennen.«Wir beobachten die Nadelöhre auf der Strecke sehr genau und werden dann entsprechend handeln», sagt Tobler.

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