«Die Alm» reloaded: Auf der Alm, da gibts nur Sünd
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«Die Alm» reloadedAuf der Alm, da gibts nur Sünd

Erinnern Sie sich an Kader Loth? Nein? Kein Problem. Sie war «Alm-Königin» 2004. Jetzt lanciert ProSieben den Alp-Aufzug von Neuem – mit Busenwundern und Trash-Königen im Gepäck.

von
bbe

Manche Promis sind sich für wirklich nichts zu schade. Sie ziehen ohne zu Murren ins Dschungel-Camp, kauen auf Känguruh-Hoden herum oder mampfen Maden-Kompott bis zum Erbrechen. Das menschliche Dschungel-Drama beschert RTL Traumquoten. Das kann ProSieben nicht auf sich sitzen lassen.

Kuhfladen statt Laufsteg

Der Münchner Sender schickt ab dem 20. August ein lustiges Promi-Trüppchen ins alpine Drill-Camp. Ihre besten Zeiten haben die meisten Teilnehmer bereits hinter sich. Was ihnen «Die Alm – Promischweiss und Edelweiss» aber garantiert, ist viel Präsenz. Schliesslich müssen die Alm-Bewohner leben wie vor hundert Jahren und sogar selbst Kühe melken. Das sorgt für Zündstoff. Schliesslich ist das einfache Leben nicht die Sache jedes Promis.

Natürlich sorgt ProSieben auch so für allerhand Knatsch: Wenn einer der Schrottplatzbrüder Ludolf plötzlich die Hütte mit Nacktmodel Gina Lisa Lohfink oder Model-Zicke Tessa Bergmeier teilt, biegen sich garantiert die Balken. Und Ex-«DSDS»-Moderator Carsten Spengemann ist kein Kind von Traurigkeit. Von den Geschehnissen hinter den Kulissen wird Rebecca Mir als Alm-Reporterin berichten. Ein grosser Karrieresprung für die diesjährige Zweitplatzierte bei «Germany's Next Topmodel». Auch wenn das mit Modeln nichts mehr zu tun hat: Auf der Alm tapst sie statt auf eleganten Laufstegen in lauwarmem Kuhfladen herum. Wie viel Geld der Alm-Aufzug dem Nachwuchsmodel einbringt ist nicht bekannt. Dafür hat die «Bild»-Zeitung einen der geheimen Verträge in die Finger bekommen. So treten die fröhlichen Almdudler – wie bei praktisch allen Casting-Shows oder Reality-TV-Formaten üblich – ihre Persönlichkeitsrechte ab und dürfen auch in für sie «unangenehmen Situationen mit der Kamera begleitet werden».

Gage zwischen 20 000 und 70 000 Euro

Nur auf dem Klo bleiben die Kameras draussen. Persönliche Dinge sind ebenfalls tabu – Kleidung, Unterwäsche und alle sonstigen Alltagsgegenstände bekommen die Prominenten von der Produktionsfirma gestellt. Wahrscheinlich dürfen wir uns auf knappe Dirndl und fesche Lederhosen freuen. Die Kooperation der Kandidaten wird belohnt: Je nach Bekanntheitsgrad bekommen sie zwischen 20 000 und 70 000 Euro. Die erste Rate gibts am Anfang, die zweite erst nach erfolgreichem Abschluss des Boot-Camps. Wer aussteigt verliert seinen Anspruch aufs Geld. Das kann sich von diesen Promis wahrscheinlich eh keiner leisten. Umso erstrebenswerter ist der Titel «Alm-König». Ex-Gewinnerin Kader Loth hats allerdings nicht viel gebracht. Oder wer ist noch einmal Kader Loth?

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