Instandsetzung A1 bei St. Gallen - Auf der Stadtautobahn muss man nun ständig mit Blitzern rechnen
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Instandsetzung A1 bei St. GallenAuf der Stadtautobahn muss man nun ständig mit Blitzern rechnen

Erste Bauarbeiten für die Sanierung der Stadtautobahn St. Gallen haben bereits begonnen. Das Projekt soll bis 2027 realisiert werden. Während der Bauarbeiten wird auch vermehrt geblitzt.

von
Shila Ochsner
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Die meisten Bauarbeiten sollen nachts durchgeführt werden. Dann kann es auch zu Spurabbauten oder Ausleitungen kommen. 

Die meisten Bauarbeiten sollen nachts durchgeführt werden. Dann kann es auch zu Spurabbauten oder Ausleitungen kommen.

stadtautobahn.ch
Ein wichtiges Anliegen der Behörden ist, dass Autofahrer und Autofahrerinnen nicht auf die städtischen Strassen ausweichen. Sie appellieren, man solle auf öffentliche Verkehrsmittel oder das Velo umsteigen. 

Ein wichtiges Anliegen der Behörden ist, dass Autofahrer und Autofahrerinnen nicht auf die städtischen Strassen ausweichen. Sie appellieren, man solle auf öffentliche Verkehrsmittel oder das Velo umsteigen.

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Die Kantonspolizei wird mehr Patrouillen stellen, um bei Störungen des Verkehrs schneller eingreifen zu können. Ebenso werden vermehrt semistationäre und mobile Geschwindigkeitskontrollen gemacht.

Die Kantonspolizei wird mehr Patrouillen stellen, um bei Störungen des Verkehrs schneller eingreifen zu können. Ebenso werden vermehrt semistationäre und mobile Geschwindigkeitskontrollen gemacht.

Kapo St. Gallen 

Darum gehts

  • Die A1 zwischen Winkeln und Neudorf wird bis 2027 saniert.

  • Es wird Verkehrsanpassungen und Geschwindigkeitsmessungen mit semistationären und mobilen Blitzern geben.

  • Es wird um Toleranz und Respekt im Verkehr gebeten.

  • Die städtischen Strassen sollen vom Stau verschont werden.

Die A1 zählt seit rund 30 Jahren zu den Hauptverkehrsachsen St. Gallens. Der Abschnitt zwischen St. Gallen Winkeln und Neudorf wird seit Kurzem gesamtsaniert. Das sei laut dem Bundesamt für Strassen (Astra) für einen sicheren Betrieb für die nächsten 15 bis 20 Jahre nötig. So werden Tunnel betriebs- und sicherheitstechnisch aufgerüstet, die Deckbeläge werden durch lärmmindernde Beläge ersetzt, Kunstbauten werden repariert oder gar ersetzt. Es sind zudem neue Strassenabwasserbehandlungsanlagen geplant und die Lärmschutzwände werden instandgesetzt. Dieses Projekt soll bis 2027 realisiert werden und kostet rund 550 Millionen Franken. Die Olma Messen erweitern gleichzeitig ihr Messeareal, wodurch der Rosenbergtunnel um eine Überdeckung, den sogenannten Olma-Deckel, verlängert wird.

Die grösste Herausforderung ist der Verkehr

Die Projektleitung sieht die grösste Herausforderung bei der Verkehrsüberlastung. Die schwierigsten Phasen werden laut Philipp Rüttiman, Leiter des Nationalstrassen Gebiets VI, in der ersten Etappe Winkeln bis zum Sitterviadukt zwischen 2022 und 2023 und in der zweiten Etappe Neudorf bis Kreuzbleiche zwischen 2024 und 2026 sein. Grund: Es wird zu Einengungen der Spurbreiten, Verschwenkungen, Temporeduktionen auf 80 km/h sowie vereinzelten Ausleitungen im Verkehr kommen.

Damit das Tempolimit auch eingehalten wird, müssen Autofahrer und Autofahrerinnen während der Bauphase ständig mit Geschwindigkeitskontrollen rechnen. Bereits seit den Vorarbeiten steht ständig ein semistationärer Blitzer auf einem Abschnitt der Stadtautobahn, wie die Kantonspolizei St. Gallen im Februar 2019 mitteilte. Dieser Blitzer galt als einer der fleissigsten im Lande. «Anfänglich wurden rund zwölf Prozent aller passierenden Lenker geblitzt», hiess es damals bei der Polizei. Über 45’000 Lenker und Lenkerinnen wurden in rund drei Monaten geblitzt.

Zu jeder Zeit mit Blitzer rechnen

Das wird sich auch bei der aktuellen Bauphase wohl nicht ändern, denn Geschwindigkeitsmessungen werden nach wie vor stattfinden. «Wir werden semistationäre und mobile Geräte einsetzen, um das Tempolimit zu kontrollieren», sagt Philipp Sennhauser, LeiterVerkehrspolizei bei der Kantonspolizei St. Gallen. Mit Geschwindigkeitskontrollen müsse man auf der Stadtautobahn zu jeder Tages- und Nachtzeit rechnen.

Die gute Nachricht: Während der Bauarbeiten sollen tagsüber alle Fahrspuren erhalten bleiben, damit der Verkehr fliessen kann. «Das Projekt kann nur funktionieren, wenn wir alle an einem Strang ziehen», so Markus Weber, Projektleiter von Astra. Eine Verkehrsreduktion von zehn Prozent, sprich rund 500 Fahrzeuge am Tag, soll einer Überlastung vorbeugen. Um das zu erreichen, wird Verkehrsteilnehmenden geraten, die Stosszeiten zu meiden und auf öffentliche Verkehrsmittel oder das Velo umzusteigen. «Wichtig ist, bei Störungen die Autobahn nicht zu verlassen, um eine Verstopfung des städtischen Verkehrsnetzes zu vermeiden», so Weber.

Das Wichtigste in Kürze

Verhalten im Stau

Philipp Sennhauser, Leiter der Verkehrspolizei, Kantonspolizei St. Gallen rät Folgendes:

  • Bei Stau auf der Autobahn bleiben und nicht auf die städtischen Strassen ausweichen, die Stadt ist verkehrstechnisch jetzt schon ausgelastet und so würde zusätzlich der öffentliche Verkehr behindert.

  • Folge den Anweisungen der Polizei und halte die Abstands- und Geschwindigkeitsvorschriften ein.

  • Zeige Toleranz gegenüber allen Verkehrsteilnehmenden. «Dieses Projekt funktioniert nur, wenn alle aufeinander Rücksicht nehmen», so Sennhauser.

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