«The Private Lives of Pippa Lee»: Auf der Suche nach dem wahren Ich
Aktualisiert

«The Private Lives of Pippa Lee»Auf der Suche nach dem wahren Ich

Handverlesen besetztes Ensemble-Drama der «The Ballad of Jack and Rose»-Macherin Rebecca Miller.

Oberflächlich betrachtet führt Pippa Lee (Robin Wright) ein perfektes Leben. Als leuchtendes Beispiel für weiblichen Gleichmut steht sie ihrem 30 Jahre älteren Ehemann, dem erfolgreichen Verleger Herb Lee (Alan Arkin), zur Seite, ist stolze Mutter zweier Kinder und ihren Wegbegleitern eine treue Freundin und Vertraute.

Doch als sie mit Herb in ein schickes Rentnerresort in Connecticut umzieht, entwickelt Pippa eine kuriose Schlafstörung – und die idyllische Fassade, die sie im Laufe ihrer Ehe für sich und ihr Leben aufgebaut hat, wird auf eine harte Probe gestellt. Tatsächlich nämlich kann die ebenso elegante wie beherrschte Familienmutter auf eine mehr als bewegte Vergangenheit zurückblicken, zu der Eskapaden der erotischen Art (Julianne Moore in einem Kurzauftritt als Domina) genauso gehören wie eine unkonventionelle Mutter (Maria Bello), die ihr Hausfrauendasein mit Pillen verschönt, und der theatralisch inszenierte Selbstmord einer exzentrischen Rivalin (Monica Bellucci). Unterstützt von Chris (Keanu Reeves), einem neuen attraktiven Bekannten aus der Nachbarschaft, muss sie sich diesen turbulenten Erinnerungen ebenso stellen wie den lange unterdrückten Bedürfnissen ihres heutigen Alltags.

Basierend auf ihrem gleichnamigen Roman zeichnet Rebecca Miller in ihrem vierten Spielfilm das gleichermassen komische wie tragische Porträt einer nur auf den ersten Blick gewöhnlichen Frau. Strahlendes Zentrum dieses gefühlvoll-sensiblen Films ist Robin Wright («Forrest Gump»), die einen der beeindruckendsten Auftritte ihrer Karriere abliefert. Unterstützt wird sie dabei von einem hochkarätigen Star- Ensemble, zu dem auch Alan Arkin, Keanu Reeves, Julianne Moore, Winona Ryder und Monica Bellucci gehören. (20 Minuten)

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