Aktualisiert 01.02.2011 18:09

Knigge

Auf die richtigen Manieren kommt es an

Schlechte Umgangsformen sind ein Karrierekiller. Aber Achtung: Manieren bedeuten mehr als den richtigen Umgang mit Messer und Gabel.

von
Elisabeth Rizzi

Messer rechts, Gabel links, das grosse Glas für den Rotwein, abends nur schwarze Schuhe und niemals Nadelstreifen – das ist inzwischen selbst Alt-68ern klar. Aber Umgangsformen bedeuten mehr. «Wie fänden Sie es, wenn sich ein Bundesrat vor der Kamera den Bauch kratzen würde?», fragt Leopold Hüffer von Hüffer Top Executive Assessments. «Mangelnde Umgangsformen bei Geschäftsleuten beginnen schon bei der unpassenden Kleidung, die nicht dem erwarteten Erscheinungsbild beziehungsweise Image entspricht», so Bernard von Muralt von Courtoisie & Savoir-vivre.

Doch das ist nicht alles: Oft werde Unsicherheit im Umgang mit Menschen unterschiedlicher Kulturen unbewusst durch leicht überhebliche Selbstsicherheit zum ­Ausdruck gebracht. «Dazu haben Geschäftsleute häufig nur einen Kommunikationsstil, nämlich den eigenen», bemängelt Dan Wiener, Schauspieler und Kommunikationsexperte am Kissling-Institut. «Oder noch schlimmer: Sie haben sich in einem Kurs ein Kommunikationsverhalten angeeignet, das weder zu ihnen noch zu ihrem Gesprächspartner passt.»

Hier gibts nur eines: Sich selbst beobachten, zuhören lernen und sich Feedbacks geben lassen. «Wenn Umgangsformen und Ma­nieren nicht stimmen, schrumpft die Autorität», warnt Hüffer, «und inakzeptable Tischmanieren oder unangenehmer Körpergeruch sind oft ein Karrierekiller.»

Darauf kommts an

Treten Sie nicht zu nah an Ihr Gegenüber heran.

- Lernen Sie, zuzuhören.

- Lassen Sie sich ein Feedback geben: Mund- oder Körpergeruch merkt man kaum selbst.

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