Hitzewelle: Auf die Tropennacht folgt ein sehr schwüler Tag

Aktualisiert

HitzewelleAuf die Tropennacht folgt ein sehr schwüler Tag

In der vergangenen Nacht machten die warmen Temperaturen wohl manchem das Schlafen schwer. Das Thermometer zeigte auch heute Morgen an mehreren Orten noch Werte über 20 Grad.

von
ij
1 / 18
Überschwemmung Kinderkleiderbörse Hinwil; Hier wird schon geputzt.

Überschwemmung Kinderkleiderbörse Hinwil; Hier wird schon geputzt.

Leser-Reporter/Kevin Leuthold
Das Wasser drang in die Kinderkleiderbörse in Hinwil ein.

Das Wasser drang in die Kinderkleiderbörse in Hinwil ein.

Leser-Reporter/Kevin Leuthold
Der Wildbach in Hinwil führt sehr viel Wasser.

Der Wildbach in Hinwil führt sehr viel Wasser.

Leser-Reporter

Nach der schwülen Nacht von Mittwoch auf Donnerstag ist heute Morgen von Westen her die erste Regenstaffel durchgezogen. Der Regen kühlte die Luft ab und so herrschten um sechs Uhr gemäss MeteoNews beispielsweise in Zürich noch 20 Grad.

In den nächsten Stunden ziehen die Gewitter aber rasch ostwärts ab und es kommt zu einer Wetterberuhigung. Es kann zum Teil sogar recht sonnig werden. Wegen der schwülwarmen Luft aber sollen sich bereits bald wieder grössere Quellwolken bilden und das Gewitterrisiko steigt erneut an.

Am Mittwoch ist die Schweiz mit bilderbuchhaftem Hochsommerwetter beglückt worden. Im Raum Basel wurde mit 35,3 Grad sogar ein Rekordwert für den bisherigen Sommer gemessen. Am Abend gab es dort bereits erste Hitzegewitter.

Vor allem in der Nordwestschweiz herrschte Gewittergefahr.

Das Thermometer kletterte im Tagesverlauf fast schweizweit bis weit über 30 Grad, wie MeteoNews am Abend mitteilte. Der Tag gehörte zu den bislang heissesten Tagen des Jahres.

Sehr heiss wurde es mit rund 35 Grad auch im Wallis. Dort sei in diesen Tagen eine «kleine Hitzewelle» zu verzeichnen, sagte ein Sprecher des Wetterdienstes auf Anfrage.

Die Naturgefahrenkarte des Bundes zeigt für Teile des Wallis entsprechend die Gefahrenstufe 3 von 5 an, also «erhebliche Hitzegefahr». Die Hitzewarnung gilt für den Zeitraum vom 19. bis zum 21. Juli. Mögliche Auswirkungen seien Kreislaufbeschwerden und körperliches Unwohlsein, heisst es dazu.

Wasser, Tee, Suppen

Gegen die Schattenseiten der Hitze helfen ein paar einfache Regeln. Die Unfallversicherung Suva empfiehlt, ab Gefahrenstufe 3 und erst recht ab Stufe 4 die Arbeiten im Freien wenn möglich in die frühen Morgenstunden und den Vormittag zu verlegen.

Weiter legt sie der Bevölkerung nahe, viel und häufig zu trinken, nämlich mindestens einen halben Liter pro Stunde. Geeignet seien natriumhaltiges Mineralwasser, Säfte, Tee und Suppen. Wasser oder schwach gesüsster Tee seien Süssgetränken vorzuziehen. MeteoSchweiz empfiehlt zudem wasserreiche Früchte wie Melonen, Gurken, Tomaten, Erdbeeren und Pfirsiche.

Man sollte frühzeitig trinken, bevor sich der erste Durst meldet, warnt die Suva. Kaffee sei für den Ausgleich des Flüssigkeitshaushalts nicht geeignet. Auch von Alkohol und Drogen rät die Versicherung bei Hitze ab.

MeteoSchweiz rät der Bevölkerung zudem zu kühlem und leichtem Essen, das man am besten über den Tag verteilt zu sich nehmen soll, sowie zum Tragen von luftiger und heller Kleidung.

Nachts lüften

All jenen, die an Hitzetagen im Büro oder in anderen Gebäuden arbeiten, empfiehlt die Suva tagsüber die Fenster zu schliessen und zu beschatten.

Wer die Räume kühlen will, soll wenn möglich während der Nacht, spätestens aber am frühen Morgen die Fenster öffnen. Gegen die Hitze helfen auch Ventilatoren, die für Luftbewegung sorgen. (ij/sda)

Deine Meinung