Auf diese schädlichen Kosmetik-Inhaltsstoffe solltest du verzichten
Was steckt eigentlich in unseren Tiegeln und Tuben? Wir klären auf, worauf wir besser verzichten sollten.

Was steckt eigentlich in unseren Tiegeln und Tuben? Wir klären auf, worauf wir besser verzichten sollten.

Pexels/Pavel Danilyuk
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Gesichtspflege No-GosAuf diese Inhaltsstoffe solltest du bei Kosmetik verzichten

Wer die Liste der Inhaltsstoffe seiner Cremes und Seren inspiziert, findet Fremdwörter, wohin das Auge blickt. Wir verraten dir, bei welchen deine Alarmglocken schellen sollten.

von
Malin Mueller

Aqua – bei einem Grossteil unserer Hautpflegeprodukte ist das der Inhaltsstoff, der an erster Stelle geschrieben steht. Und oft auch der Einzige, bei dem wir uns alle denken können, was dahinter steckt.

Anschliessend folgt zumeist eine Liste voller chemischer Stoffe oder fancy Bezeichnungen, die wir noch nie vorher gelesen haben. Was davon tatsächlich in die Pflege gehört und was vielleicht sogar schädlich ist, ist also gar nicht so einfach zu entziffern. Wir bieten gerne Hilfestellung.

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Silikone

Mit Silikon ist das so eine Sache: In der Haar- und Hautpflege wurde es lange verteufelt, weil ihm nachgesagt wurde, die Poren zu verstopfen und unsere Haut zu ersticken. Mittlerweile konnte nachgewiesen werden: Das ist nicht der Fall. Es hilft sogar, die Haut vor dem Austrocknen zu bewahren, schützt sie gleichzeitig vor schädlichen Einflüssen von Aussen und ist hypoallergen. Die Kehrseite: Silikon an sich hat keinen Nutzen für unsere Haut. Einmal abgewaschen ist die glättende Wirkung wieder verschwunden. Zudem ist es nur schwer abbaubar und belastet damit die Umwelt.

Silikon ist hypoallergen und ergibt daher bei einigen Produkten – etwa Menstruationscups – durchaus Sinn. Ob es auch in unsere Haut- und Haarpflege gehört, da scheiden sich die Geister. 

Silikon ist hypoallergen und ergibt daher bei einigen Produkten – etwa Menstruationscups – durchaus Sinn. Ob es auch in unsere Haut- und Haarpflege gehört, da scheiden sich die Geister.

Pexels/Anna Shvets

So erkennst du Silikone bei den Inhaltsstoffen: Wem das zu heikel ist, die oder der achtet bei Beautyprodukten auf Inhaltsstoffe, die auf «-icone» oder «-xane» enden. Häufig wird mittlerweile auch vorn auf der Packung angegeben, dass ein Produkt komplett silikonfrei daherkommt.

Mikroplastik

Diesen Punkt müssen wir mittlerweile gar nicht mehr erklären, oder? Mechanische Peelings mit Mikroplastik als Schleifmittel oder Zahnpasta, die dank kleiner Kügelchen unseren Verfärbungen zu Leibe rückt sind schon länger in Verruf geraten – das Mittel ist günstig, effektiv und ruft keine Allergien hervor. Dafür landet es aber auch in unserem Körper und im Abwasser, bis es schliesslich ins Meer gelangt und dort die nächsten Jahrhunderte vor sich hintreibt.

Mikroplastik gelangt direkt durch unseren Abfluss ins Meer, wird von Fischen aufgenommen oder treibt Jahrhunderte lang umher.

Mikroplastik gelangt direkt durch unseren Abfluss ins Meer, wird von Fischen aufgenommen oder treibt Jahrhunderte lang umher.

Pexels/Sharon McCutcheon

So vermeiden wir Mikroplastik: Wer das Drama umgehen will, macht es sich am besten einfach und steigt auf Naturkosmetik um. Das ist nicht so dein Ding? Dann solltest du auf Apps wie Codecheck oder Toxfox setzen, denn die Liste mit potenziellen Kunststoffen in Kosmetika ist lang. Die gute Nachricht: Immer mehr Unternehmen streichen Mikroplastik komplett aus ihren Produkten.

Polyethylenglykol (PEG)

Es wird gemein: Hinter dem komplizierten Namen steckt ein Stoff, der in Hautpflege als Emulgator dient und in Haarprodukten als Tensid eingesetzt wird, damit sie schön schäumen. Das klingt erstmal super, ist es aber weniger. Erstens, weil der Stoff aus Erdöl hergestellt wird und damit kaum abbaubar und schlecht für die Umwelt ist sowie, zweitens, sein Hauptinhaltsstoff Ethylenoxid die Membran unserer Haut schädigen und sie durchlässiger für Schadstoffe machen kann.

Wir liebens, wenn Shampoo und Duschgel schön schäumen – das geht aber auch mit natürlichen Tensiden und ohne Polyethylenglykol.

Wir liebens, wenn Shampoo und Duschgel schön schäumen – das geht aber auch mit natürlichen Tensiden und ohne Polyethylenglykol.

Pexels/Sora Shimazaki

So finden wir PEG: Es gilt, auf die Vorsilbe PEG zu achten und bei allem hellhörig zu werden, was auf «-eth» endet. In Haarprodukten tarnt sich der Stoff gerne in Sodium-Lauryl-Sulfat verpackt. Wer auf Nummer sichergehen will, sucht am besten ein Produkt, das nur mit natürlichen Tensiden arbeitet. Die sind zuckerbasiert und kommen ohne Erdöl aus. Bei Naturkosmetik ein Muss.

Paraffine

Paraffin ist ein Destillat aus Erdöl wird häufig eingesetzt, um den nötigen Fettgehalt in ein Beautyprodukt zu bringen. Das Problem: Bei der Herstellung von Paraffin entstehen MOSH- und MOAH-Verbindungen – das sind gesättigte bzw. aromatische Kohlenwasserstoffe. Und auch wenn sich das nur halb so wild anhört: Sie können leicht von unserer Haut aufgenommen werden und stehen im Verdacht, krebserregend zu sein. Die EU-Kosmetikverordnung schreibt zwar Grenzwerte vor, die ausschliessen, dass die Konzentration in bei uns erlaubten Produkten gesundheitsschädlich wirken kann. Vielen Konsumentinnen und Konsumenten bleibt Paraffin aber dennoch zu heikel. Und: Selbst wenn es uns nichts anhaben kann, schädlich für die Umwelt bleibt die Verwendung von Erdöl in jedem Fall.

Besonders in Lippenpomade werden häufig Paraffine eingesetzt.

Besonders in Lippenpomade werden häufig Paraffine eingesetzt.

Pexels/Burst

Paraffin in Produkten aufspüren: Mineral Oil, Petrolatum, Paraffinum Liquidum, Paraffinum Subliquidum, Cera Microcristallina, Microcrystalline Wax, Ozokerit, Ceresin und Vaseline – das alles sind Begriffe, die auf Paraffin in Produkten hindeuten. Auch hier bist du mit Naturkosmetik auf der sicheren Seite und sparst langes Studieren von Kleingedruckten.

Und was ist mit Alu?

Der Todfeind vieler, wenn es um die Wahl des Deos geht: Aluminium – beziehungsweise dessen Salze. Und klar, es geht auch ohne. Die neuesten Forschungsergebnisse belegen aber, dass wir durch unsere Haut längst nicht so viel vom Metall aufnehmen können wie vermutet. Das deutsche Bundesinstitut für Risikobewertung stuft Antitranspirants mit Aluminium als unbedenklich ein. Wichtiger sei es, beim Grillieren auf Aluschalen zu verzichten und bei Trinkflaschen auf Produkte aus Edelstahl zu setzen.

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